Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) vergeht beim Thema Bundesgartenschau 2025 langsam das Lachen.
Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) vergeht beim Thema Bundesgartenschau 2025 langsam das Lachen. Danny Gohlke
Bundesgartenschau

Madsen kontra Schwesig – Buga-Streit spitzt sich zu

Der Rostocker Oberbürgermeister ist irritiert darüber, wie die Kommunikation zwischen der Landesregierung und der Stadt Rostock in Sachen Buga 2025 abläuft.
dpa
Rostock

Die Diskussion um die Bundesgartenschau (Buga) 2025 in Rostock wird schärfer. Nachdem Agrarminister Till Backhaus (SPD) die geplanten Rostocker Neubauten des Archäologischen Landesmuseums oder des Volkstheaters mit einem pünktlichen Gelingen der Buga in Verbindung gebracht hatte, hat sich nun Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) in einem Brief an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) gewandt.

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Madsen schreibt, dass diese Verknüpfung einen Druck darstelle, der der beiderseitigen Verantwortung für die Aufgabe nicht gerecht werde. Er habe Backhaus bereits gebeten, einen anderen Stil zu finden. Gleichzeitig kritisierte Madsen, dass die Kommunikation seitens der Landesregierung nicht funktioniere. „Letztlich muss ich ebenso meine Irritation zum Ausdruck bringen, dass die Verwaltung nur inoffiziell über Gespräche der Landesregierung im politischen Raum der Rostocker Bürgerschaft zum Thema Buga informiert ist.“

Landesregierung in Sorge

Madsen betonte in dem Brief an Schwesig, dass es das gemeinsame Interesse von Land und Stadt sein müsse, die Rostocker Stadtentwicklung und konkrete Projekte aus der ursprünglichen Buga-Planung umzusetzen. „Dies selbst dann, wenn sich die Durchführung einer Buga als nicht möglich abzeichnen sollte.“

Regierungssprecher Andreas Timm sagte, dass der Landesregierung die Entwicklung Rostocks sehr wichtig sei. 2019 hätten Schwesig und der damalige Oberbürgermeister Roland Methling ein großes Rostock-Paket verabredet. „Die Landesregierung sieht mit Sorge, dass viele Projekte ins Stocken geraten sind.“

 

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