FRAUENPLENUM

Männer beim Grünen-Parteitag kurzzeitig ausgeschlossen

Die Grünen haben sich am Samstag zur Landesdelegiertenkonferenz in Güstrow getroffen. Bei Beratungen eines Gremiums wurden sogar männliche Journalisten ausgeschlossen.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Die Grünen haben sich am Samstag zur Landesdelegiertenkonferenz in Güstrow getroffen.
Die Grünen haben sich am Samstag zur Landesdelegiertenkonferenz in Güstrow getroffen. Bernd Wüstneck
Güstrow.

Die MV-Grünen haben bei ihrem Landesparteitag für rund zehn Minuten alle Männer ausgeschlossen. Grund war die Einberufung des Frauenplenums, einem Parteitagsgremium. Die Satzung verlangt bei dessen Beratungen, dass alle Männer den Raum verlassen, damit die Frauen nicht beeinflusst werden können.

Das Plenum beratschlagte, welche Delegierte für den Posten der frauenpolitischen Sprecherin kandidieren soll. Gewählt wurde dann Frederike Peters. Für Irritationen sorgte, dass auch alle männlichen Journalisten nach draußen vor die Tür mussten. Im Saal blieben lediglich eine weibliche Reporterin der Nachrichtenagentur dpa und eine NDR-Journalistin. Ungeklärt ist die Frage, wie mit dem dritten Geschlecht in solchen Situationen umgegangen werden soll, hieß es aus Parteikreisen.

Zuvor hatten die Grünen bei ihrer Landesdelegiertenkonferenz eine weibliche Doppelspitze aus Claudia Schulz und Ulrike Berger gewählt.

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Kommentare (5)

... können durch Männer bei einer Wahl beeinflusst werden? Das läßt tief blicken. Noch besser wäre, die Männer vom Planeten auszuschließen damit die grünen Frauen unbeeinflussbar das Richtige tun.

Unverständlich, wie diese Phantasten gegenwärtig solche Umfragewerte erreichen. Zum Glück nicht hier im real denkenden Nord- und Mitteldeutschland.

Warum diese Partei im Moment bei einigen Bürgern so beliebt ist,entzieht sich meiner Kenntnis. Für mich ist und beleibt diese Partei eine Sektenpartei,die wenn sie einmal an die Macht kommt,den Untergang von Deutschland einläuten wird. Leider kenne ich keinen,der diese Partei wählt,sonst würde ich ihn einmal nach den Beweggründen fragen!

Was die Grünen aus dem Begriff Demokratie in ihrer Partei machen, ist deren Sache. Wobei es Partei-rechtlich fraglich sein dürfte, ob jemand als gewählt gelten kann, bei dessen Kür ordnungsgemäße Delegierte ausgeschlossen wurde.

Dass aber nun eine weitere Partei nach der Angst für Deppen beginnt, Journalisten auszuschließen, ist ein denkbar trauriger Akt für die gerade mal 28-jährige Freiheit im Osten Deutschlands.

Was die Grünen aus dem Begriff Demokratie in ihrer Partei machen, ist deren Sache. Wobei es Partei-rechtlich fraglich sein dürfte, ob jemand als gewählt gelten kann, bei dessen Kür ordnungsgemäße Delegierte ausgeschlossen wurde.

Dass aber nun eine weitere Partei nach der Angst für Deppen beginnt, Journalisten auszuschließen, ist ein denkbar trauriger Akt für die gerade mal 28-jährige Freiheit im Osten Deutschlands.