KLIMAWANDEL

März deutlich zu warm – schummelt der Wetterdienst?

Beim Rückblick auf das Wetter widersprechen die persönlichen Empfindungen gern den amtlich abgelesenen Werten. Neuerdings kommt eine weitere Besonderheit dazu.
Plötzlich Frühling: der Sonnenuntergang vom Dienstag am Oberuckersee
Plötzlich Frühling: der Sonnenuntergang vom Dienstag am Oberuckersee Christoph Soeder
Neubrandenburg ·

Die Kritik hat nicht lange auf sich warten lassen, wie Andreas Friedrich einräumt. Erst am Dienstag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine vorläufige Wetterbilanz für den März veröffentlicht und damit Fragen ausgelöst. „Wir hatten doch noch Schnee, und es war kalt“, berichtet Friedrich über die in gemeldeten Beobachtungen aus Deutschland. „Leute erinnern sich eben eher an das Wetter, das noch nicht so lange zurückliegt“, meint er.

Das war passiert: Der DWD hatte den März als zu warm eingestuft. Mit durchschnittlich 4,6 Grad Celsius soll der Beginn des meteorologischen Frühlings um 1,2 Grad zu warm ausgefallen sein. Was kaum noch durchdrang: Diese Differenz bezieht sich auf den Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990. Diese Elle angelegt, wäre der März in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,5 Grad sogar um 1,7 Grad wärmer gewesen, in Brandenburg um 1,2 Grad im Vergleich zu 1961 bis 1990.

„Den Klimawandel sichtbar machen”

Wird dagegen die Periode von 1991 bis 2020 angelegt, war es deutschlandweit jedoch nicht zu warm. Es sei exakt der vieljährige Mittelwert der gerade zurückliegenden 30 Jahre erreicht worden, wie der DWD später mitteilt. Das sei von vielen gefühlt worden, denn einen nachhaltigen Frühlingsdurchbruch habe es erst zum Monatsende gegeben, so der staatliche Wetterdienst. „Wiederholt fuhren die Temperaturen Achterbahn“, heißt es im Rückblick auf den März.

Mit zwei unterschiedlichen Werten für das zurückliegende Wetter müssen Interessierte auch künftig klarkommen. Der DWD werde künftig beide Referenzzeiträume nutzen, verweist Sprecher Friedrich auf internationale Absprachen.

„Es geht darum, durch Rückgriff auf langfristige Vergleichswerte den Klimawandel sichtbar zu machen“, betont er. Deswegen werde auch künftig zu diesem Zweck der Zeitraum von 1961 bis 1990 herangezogen. Werde über das „erlebte“ Wetter berichtet, würden die darauffolgenden Jahre als Maßstab angelegt. Damit weicht die Meteorologie von einer lange geübten Praxis ab, sowohl für den Klimawandel als auch das aktuelle Wetter eine Vergleichsperiode anzusetzen und nach 30 Jahren einen neuen Zeitraum verbindlich einzuführen.

Bei dieser Gelegenheit wird eine weitere Neuerung eingeführt: Die Referenzperiode für den kurzfristigen Wetter- und Klimavergleich wird künftig alle zehn Jahre fortgeschrieben.

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Kommentare (11)

Genauso ein Müll wie Inzidenz zahlen.

Klar, da ändere ich einfach Vergleichszeiträume, Referenzwerte, einige neue Statistiken und schon TaTa!!! Natürlich ändert sich das Klima, was ja auch was gutes haben kann, mediterranes Klima bei uns?
Übrigens, eine Folge des bösen CO² Anstiegs, in der Subsahara grünt es wie noch nie gesehen. Bis jetzt nur große Grasflächen aber bald auch mit Gebüsch und Gehölz.

bitte eine Quelle angeben mit der grünen Subsahara. Wäre ja eine gute Nachricht.

Klimawandel sei Dank: Die Sahara grünt
schneller
Erschienen bei Tichys Einblick am 14.06.2020

Man kann auch behaupten, der Lohn im März war durchschnittlich viel zu viel, wenn im März 1,50 Euro mehr als sonst überwiesen wurde.

war es für jeden in MV in diesem März lausig kalt.
Frostnächte ohne Ende, nur die letzen Tage waren wärmer.

Da nicht sein kann, was nicht sein darf, erklärt man dem dummen Volk, dass sein Empfinden falsch ist.

Dazu ändert man einfach die Parameter, damit es wieder passt.
Am Ende versteht keiner mehr was und das ist gewollt.
Man verfährt einfach ähnlich wie bei den herbeigetesteten Coronazahlen, Verwirrung stiften in der Hoffnung, die Leute fügen sich weiter.
Siehe Hamburger Ausgangssperre wegen steigender Zahlen, bei seit Wochen sinkenden Todeszahlen.
Was war eigentlich noch mal das Ziel der Maßnahmen?
....ach egal, wir sperren vorsorglich weiter alle ein.

dass der Klimawandel ein Problem ist? Wer soll euch dann noch ernst nehmen und was bringt es euch die Augen vor diesem Problem zu verschließen?

Warum sollte jemand mit einer Pause im Verstand überhaupt irgendetwas ernst nehmen.
Im Übrigen macht die von Ihnen geforderte Klimapanik keinen Unterschied.

Im Gegenteil - da kommt dann sowas völlig Unsinniges wie Elektroautos heraus.
Die Physik lässt sich auch durch grüne Zauberei mit Strom nicht überlisten. Elektroautos sind per se schwerer als Autos mit Verbrennungsmotor + der Energieverbrauch eines Autos hängt vom Gewicht ab = vernünftige Menschen schlussfolgern, Elektroautos brauchen mehr Energie (formal wandeln mehr hochwertige Energie in Wärme um).
Da haben wir noch nichtmal über den Ladeunsinn nachgedacht. Um die Energie für 100 km in einer Stunde in eines der tollen E-Autos zu laden (30 kWh) braucht es Mittags in Deutschland eine Solarfläche von 200-300 m², Abends ist das natürlich Sch...
Zum Vergleich - um 5 l Benzin in ein Auto zu bekommen (reicht inzwischen bei den meisten auch für 100 km) braucht es an einer durchschnittlichen Tankstelle 15 s.

bloß keine Platte machen? Das mindert nur die kurzfristige Lebensqualität.

unvernünftige grüne Panik führt jedoch offensichtlich eher in die falsche Richtung.

Natürlich kann der ewige Klimawandel ein Problem für einen Teil der Menschheit werden. Der Mensch hat bis jetzt wegen seiner Anpassungsfähigkeit überlebt auch z.B. in den Eiszeiten. Er hat nie versucht die Bedingungen zu ändern und maßt es sich heute an. Daß ein Spurengas wie CO² in unserer Atmosphäre die Klimaänderung verstärkt oder gar auslöst ist bis heute nicht bewiesen. Seit 2002 sollte der Meeresspiegel steigen, tut es aber nicht. Ab 2010 sogar um 47 cm pro Jahr! Nix kam, die Staaten im pazifischen Raum haben nach 2002 und Al Gore einen Evakuierungsplan aufgestellt um für die große Flut gerüstet zu sein. Alle gefährdeten Menschen von den flachen Inseln und Atollen sollten evakuiert werden. Andere Länder wie Australien sollte die aufnehmen. Die Deltagebiete, die dann unweigerlich abgesoffen wären sollten geräumt und in höher liegende Gebiete verlegt werden. Daß hätte Milliarden Menschen betroffen und was kam? Genau! Nix. Über den ganzen Pazifik wurden Bojen verteilt die den Meeresspiegelanstieg messen sollten, in 2014 stellte man fest, daß der Meeresanstieg 4,37cm betrug. Wenn denn die große Flut unweigerlich in den nächsten paar Jahren kommt, warum kauft sich Obama ein exklusives Wassergrundstück für 360 Millionen Dollar? Ist der doof oder was.