MONTAGSSPAZIERGÄNGE

Manche Corona-Proteste in MV erlaubt, andere aufgelöst

In mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern wurde gegen die Corona-Politik demonstriert. Zwei Demonstrationen wurden von der Polizei aufgelöst.
dpa
Beispielsweise in Neubrandenburg gab es am Montagabend sogenannte Protestspaziergänge auf vorher festgelegten Routen. In
Beispielsweise in Neubrandenburg gab es am Montagabend sogenannte Protestspaziergänge auf vorher festgelegten Routen. In Stralsund und Schwerin wurden unangemeldete Demonstrationen hingegen aufgelöst. Mirko Hertrich
Stralsund.

Mit Verweis auf die strengen Corona-Einschränkungen haben Polizei und die Versammlungsbehörden sogenannte Protestspaziergänge in Schwerin und Stralsund verhindert. Wie die zuständigen Polizeisprecher am Dienstag erklärten, hatten sich am Montagabend ohne Anmeldung etwa 45 Protestierer in Stralsund und etwa 30 Leute in Schwerin versammelt. Um die vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln – wie Mindestabstand und Maskenpflicht – zu umgehen, habe auch bei den Treffen niemand eine Versammlung anmelden wollen.

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„Im Zusammenhang mit der Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus ist das Gebot der Stunde, seine Kontakte zu beschränken. Bürgerinnen und Bürger sind dazu angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren, um die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Land zu senken. Öffentliche Ansammlungen von Menschen, die sich geplant zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort treffen, widersprechen diesem Gedanken”, hieß es von der Polizei in Stralsund. Daraufhin untersagten die Behörden auch spontane Protestspaziergänge in größeren Gruppen. In Stralsund seien mehreren Teilnehmern zudem Platzverweise erteilt worden.

175 Corona-Neuinfektionen und 11 Todesfälle in MV

Im Gegensatz dazu gab es sogenannte Protestspaziergänge in Neubrandenburg und Rostock auf vorher festgelegten Routen in der Innenstadt, auch mit Maskenpflicht. Daran nahmen nach Angaben der Polizei insgesamt 150 Menschen teil. Solche Proteste finden seit dem Frühjahr in mehreren Städten im Nordosten jeweils am Montagabend statt. Sie hatten in früheren Zeiten auch bis zu 1200 Teilnehmer.

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Im Nordosten liegt der Inzidenzwert bei etwa 91 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche und damit weiter ähnlich hoch wie Mitte Dezember 2020. In Mecklenburg-Vorpommern wurden am Montag 175 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zudem gab es viele Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

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Kommentare (4)

bleib zu Hause und halte den Mund! Dann kannst du Dich und andere auch nicht anstecken.

Na wieder schön Kommentare weg zensiert?

Was stand denn drin in den Kommentaren? Wenn's was Inhaltliches war, würde es mich schon interessieren. Wenn's hingegen bloß unsachliche Beschimpfungen waren (und zwar unabhängig in welche Richtung), wäre es kein Verlust.

Ich habe mich extra angemeldet, weil mir der freundliche Ton von manchen KommentatorenInnen aufgefallen ist. Jemanden Dummheit zu unterstellen oder den Mund zu verbieten dessen Meinung man nicht teilt, zeigt eine ausgesprochen tolerante Diskussionskultur des/der Betreffenden. Sei es drumm, die Lockdownmaßnahmen haben sich als untauglich erwiesen, diese Erkenntnis ist nicht neu sondern vom Sommer letzten Jahres. Jetzt weiter zu machen ist einfach nur dumm aber was will man erwarten von Merkel und Komplizen.