BETRUG

Mann auf Rügen fällt auf falschen „Microsoft”-Mitarbeiter rein

Betrüger haben in Vorpommern-Rügen versucht, drei Personen Geld zu entlocken. Dabei gab sich einer von den Dieben als Mitarbeiter für einen Software-Entwickler aus.
Betrüger haben versucht, drei Menschen in Vorpommern-Rügen um Geld zu bringen.
Betrüger haben versucht, drei Menschen in Vorpommern-Rügen um Geld zu bringen. © highwaystarz - stock.adobe.com
Mönchgut.

Betrüger haben in den vergangenen Tagen in drei Fällen im Kreis Vorpommern Rügen versucht, arglosen Menschen per Post oder Telefon hohe Summen zu entlocken. Laut der Polizei argumentierten die Betrüger mit einem Computer-Problem, einem Gewinnspiel und einem Eintrag ins Handelregister.

Ein Mann aus Mönchgut auf der Insel Rügen erhielt am 9. Oktober einen Anruf von einem Unbekannten, der sich als Mitarbeiter der Firma „Microsoft” vorstellte. Dem 54-Jährigen wurde suggeriert, dass sein Konto gerade geplündert wird und es notwendig sei, dass sich jemand auf seinen Computer schaltet, um dies zu bereinigen. Ihm wurde dann ein Code auf sein Smartphone geschickt, den er bestätigte. Im Anschluss wurde der Bildschirm seines Computers schwarz und er hatte keinen Zugriff mehr.

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Der oder die Täter veranlassten nun mehrere Transaktionen. Da durch die Bank lediglich eine Überweisung durchgeführt wurde, entstand dem Geschädigten nur ein Schaden in Höhe von 100 Euro. Der Gesamtbetrag der Überweisungen, die getätigt werden sollten, belief sich auf etwa 1.500 Euro. Nachdem der 54-Jährige den Betrug erkannt hatte, ließ er sein Konto sperren. Seinen Computer konnte er erst wieder nutzen, nachdem er durch einen Spezialisten repariert wurde.

Angebliche Gewinnspiel-Siegerin in Ahrenshoop

Eine 86-jährige Deutsche aus der Gemeinde Ahrenshoop erhielt am Montag einen Anruf von einem unbekannten Mann, der ihr mitteilte, dass die Seniorin bei einem Gewinnspiel 38.500 Euro gewonnen hätte. Die Angerufene reagierte von Beginn an skeptisch und stellte dem Unbekannten mehrere Fragen. Daraufhin brach der Anrufer das Gespräch ab und teilte mit, dass er am Folgetag erneut anrufen wird, um Einzelheiten zur geplanten Geldübergabe zu besprechen.

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Am Dienstag rief der Mann erneut bei der älteren Dame an und sagte, dass für den Transport und die Zustellung des Gewinns eine Gebühr in Höhe von 1.000 Euro fällig wäre. Sie wurde aufgefordert, Gutscheinkarten in einem nahegelegenen Supermarkt zu kaufen, was sie ablehnte. Daraufhin beendete der Anrufer das Telefonat und die Seniorin kontaktierte die Polizei.

Angeblicher Eintrag in Handelsregister

Ein 56-jähriger Mann wurde am 2. Oktober Opfer eines Betruges. Der Mann aus Tribsees gründete vor kurzem zwei neue Firmen. Er erhielt er einen Brief mit einer Zahlungsaufforderung in Höhe von etwas mehr als 800 Euro für die Eintragung ins Handelsregister. Als vermeintlicher Absender ging das Amtsgericht Stralsund aus dem Schreiben hervor. Der Mann überwies das Geld.

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Erst als er am folgenden Tag einen weiteren Brief erhielt, der tatsächlich vom Amtsgericht Stralsund kam, bemerkte er den Betrug. Am 08. Otkober erhielt der Geschädigte erneut einen Brief mit einer unberechtigten Zahlungsaufforderung, woraufhin er eine Polizeidienststelle aufsuchte und Strafanzeige erstattete.

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