LEUKÄMIE

Mann aus MV rettet 4-Jähriger in den USA das Leben

Die Eltern der leukämiekranken Emma hatten die Hoffnung auf Rettung schon fast aufgegeben. Da fand sich eine passende Knochenmarkspende – von einem Spender aus Grimmen.
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Mit einer Knochenmarkspende hat ein Mann aus Grimmen einem Mädchen in Amerika das Leben gerettet.
Mit einer Knochenmarkspende hat ein Mann aus Grimmen einem Mädchen in Amerika das Leben gerettet. Oliver Killig
Grimmen.

Als Emma noch ein Baby war, haben Ärzte im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien Leukämie bei ihr festgestellt. Schnell war klar, dass ihr Leben nur noch mit einer Knochenmarkspende gerettet werden kann.

Auf der Suche nach einem passenden Spender – in der Familie, im Fernsehen, in sozialen Netzwerken -verzweifelten Emmas Eltern. Kurz bevor es zu spät gewesen wäre, konnten die Ärzte einem Bericht der Ostsee-Zeitung zufolge eine geeignete Spende finden. Und die stammt aus Mecklenburg-Vorpommern. Genauer gesagt von Toni Prodühl aus Grimmen.

Laut des Berichts hat sich der 25-jährige Grimmener vor fünf Jahren in der großen Kartei der Deutschen Knochenmarkspender (DKMS) registrieren lassen. Als er ein Jahr darauf Post bekam, entschied sich Prodühl zu einer Operation.

Bereits die zweite lebensrettende Spende aus MV innerhalb weniger Monate

Nach der Operation hörte der Mann aus Grimmen zunächst nichts mehr von der DKMS. Während dessen hatte Emma in den USA bereits das Knochenmark des Grimmeners angenommen, ohne dass dieser davon wusste. Denn Spender und Empfänger dürfen erst nach drei Jahren Kontakt aufnehmen. Das tat Emmas Mutter schließlich im vergangenen Sommer per Facebook. Toni Prodühl erfuhr damals, dass Emma vier Jahre alt ist und dank ihm nicht mehr in Lebensgefahr schwebt.

Die kalifornische Familie hatte den Retter nach der ersten Kontaktaufnahme aus Dankbarkeit nach Amerika eingeladen. Im Dezember war es soweit. Die kleine Emma hatte ihren Lebensretter aus Grimmen am Flughafen in Empfang genommen. Dabei hielt sie ein Schild mit den Worten „You are my Hero (zu deutsch: „Du bist mein Held”) in den Händen.

Erst im Oktober wurde bekannt, dass ein Mann aus Waren ebenfalls einer kleinen Amerikanerin mit einer Spende das Leben rettete.

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