ALARM

Mann mit Pistole versetzt Greifswalder Schule in Aufregung

Weil ein Mann vor einer Greifswalder Schule mit einer Pistole hantiert hatte, wurde Alarm ausgelöst. Die Polizei stellte den Mann und es gab schnell Entwarnung. Doch der Schock sitzt tief.
Simon Voigt Simon Voigt
Eine Schreckschuss-Pistole (Symbolbild)
Eine Schreckschuss-Pistole (Symbolbild) Oliver Killig
Greifswald.

Vor der Regionalen Schule „Ernst-Moritz-Arndt” in Greifswald hat es am Freitag einen Polizeieinsatz gegeben, weil ein Mann mit einer Pistole in der Hand vor dem Gebäude gesichtet wurde. Am Nachmittag gegen 13.45 Uhr rief eine Bürgerin die Polizei und schilderte, dass sie den Mann beobachtet hatte. Er habe an seinem Auto mit der Waffe hantiert und sei danach in das Gebäude gegangen, sagte die Frau am Telefon. Über den Fall berichtete ein Sprecher der Polizei am späten Freitagabend.

Sofort seien drei Streifenwagen zur Schule gefahren, parallel verständigte die Polizei die Schulleiterin. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch 20 Schüler im Gebäude, die alle auf den Schulhof geschickt wurden. Als die Polizisten eintrafen, war das Gebäude leer, auch das besagte Auto war nicht mehr dort.

Da die Hinweisgeberin am Telefon das Kennzeichen des Autos übermittelt hatte, konnten die Polizisten schnell den Halter ausfindig machen und suchten ihn auf. Wie sich herausstellte, handelte es um einen 30-jährigen Greifswalder, der eine Schreckschusswaffe besitzt, „für die er den erforderlichen Waffenschein vorweisen konnte”, so die Polizei. Die Befragung habe ergeben, dass der Mann die Waffe vor dem Betreten der Schule aus dem Kofferraum genommen und im Fahrzeugfond verstaut habe. Danach sei er, ohne Waffe, in das Schulgebäude gegangen.

Warum der Mann in das Gebäude ging, war am Freitagabend auf Nordkurier-Nachfrage bei der Polizei nicht mehr zu erfahren.

„Keine Gefahr für Leib und Leben”

„Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse können dem Greifswalder derzeit keine Verstöße nach dem Waffengesetz oder anderer Gesetze nachgewiesen werden”, so die Polizei in ihrer Mitteilung. Dennoch sei der Mann belehrt worden, welche Konsequenzen sein Verhalten nach sich gezogen hat. Der Mann habe sich verständnisvoll und kooperativ gezeigt, heißt es. „Nach derzeitigem Kenntnisstand blieben alle 20 Schüler unverletzt und es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Leib und Leben”, betont die Polizei. Zudem sprach der Polizeisprecher seinen Dank an die Hinweisgeberin „für ihr couragiertes Handeln” aus.

Auf Nachfrage bestätigte der Sprecher, dass der Fall zahlreiche Eltern der betroffenen Schüler aufgewühlt habe. Die Greifswalder „Ostsee-Zeitung” zitiert einen Vater mit den Worten: „Mein Sohn kam total aufgelöst nach Hause. Er hatte Tränen in den Augen und stand unter Schock.”

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