MESSERATTACKE VOR SUPERMARKT

Unbekannter sticht in Rostock auf zwei Männer ein

In Rostock sind am Samstagabend drei Männer in Streit geraten. Einer stach zu und verletzte einen Mann schwer, den anderen sogar lebensbedrohlich. Der Täter ist auf der Flucht.
Bei einer Messerattacke in Rostock wurden zwei Menschen schwer verletzt.
Bei einer Messerattacke in Rostock wurden zwei Menschen schwer verletzt. Stefan Tretropp
Rostock.

Nach einem schweren Verbrechen in Rostock erwartet die Beamten der Kriminalpolizei über die Osterfeiertage jede Menge Ermittlungsarbeit. Am Samstagabend kam es im Stadtteil Lütten Klein auf offener Straße zu einer Messerattacke, bei der zwei Personen schwer verletzt wurden. Wie Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, mitteilte, hatte sich die Tat gegen 20.20 Uhr vor einem Netto-Einkaufsmarkt in der Stockholmer Straße zugetragen.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren drei Personen aus bislang noch unbekannter Ursache miteinander in einen Streit geraten. Der verbalen Auseinandersetzung folgte schließlich ein körperlicher Übergriff. Ein Mann zog ein Messer und stach auf die beiden anderen Personen, mit denen er in den Streit geraten war, ein. Laut Nowack erlitt ein Opfer eine Stichverletzung im Brustbereich, das andere einen Messerstich in den Oberarm. Nach der Attacke flüchtete der Angreifer und ließ die beiden Verletzten stark blutend auf dem Gehweg liegend zurück.

Opfer im Krankenhaus

Mehrere Augenzeugen beobachteten die Tat und verständigten umgehend den Notruf. Kurz darauf trafen ein Großaufgebot an Streifenwagen der Polizei, zwei Rettungswagen, ein Notarzt, Spurensicherung und ein Diensthundeführer am Tatort ein. Die beiden Opfer kamen umgehend in ein Krankenhaus. Der Betroffene mit dem Brust-Messerstich erlitt zunächst lebensbedrohliche, der andere schwere Verletzungen. „Beide sind inzwischen aber außer Lebensgefahr“, erklärte Nowack am Ostersonntag. Die Kripo sperrte den Tatort weiträumig ab, untersuchte die Hintergründe. Die Beamten stellten mehrere Nummerntafeln an einigen Beweisstücken auf dem Boden auf. So lagen Blut verschmierte Kleidungsstücke, eine große Blutlache und eine Messerverpackung auf dem Boden.

Die Großfahndung nach dem flüchtigen Täter begann sofort und dauerte auch noch bis in die Nacht hinein. Zum Einsatz dabei kam auch ein Spürhund. „Der Täter ist immer noch flüchtig“, sagte Nowack, dessen Behörde inzwischen Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen hat. Augenzeugen berichteten am Tatort davon, dass ein ausländisch aussehender Mann mit zwei Deutschen in den Streit geriet und dann mit dem Messer zustach. Zu den Altersangaben und den Nationalitäten der Beteiligten sowie zu einem möglichen Motiv der Tat erhofft sich die Staatsanwaltschaft im Laufe des Sonntags neue Erkenntnisse. Zum Abschluss der Tatortarbeit kam die Berufsfeuerwehr noch zum Einsatz, um den Gehweg von der Blutlache zu säubern.

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