Der mutmaßliche Täter in Greifswald versuchte zunächst zu fliehen. © vchalup - stock.adobe.com (Symbolbild)
Messerattacke

Mann in Greifswald in den Hals gestochen - Haft beantragt

Rettungskräfte mussten das Opfer am Tatort wiederbeleben. Wegen der lebensbedrohlichen Verletzung ist keine Befragung möglich.
dpa
Greifswald

Ein 26-jähriger Mann soll am Bahnhof in Greifswald einen 34-jährigen Passanten niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte, wurde der Tatverdächtige kurz nach dem Vorfall am Montagabend in der Nähe des Bahnhofs gefasst. Passanten hatten den Vorfall beobachtet und die Polizei alarmiert. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Stralsund Haftbefehl wegen versuchten Totschlags für den 26-Jährigen beantragt.

+++ Aktuell: Der Tatverdächtige wurde verhaftet – das Opfer schwebt weiter in Lebensgefahr +++

Nach bisherigen Ermittlungen soll der 26-Jährige am Bahnhof mit dem Opfer in Streit geraten sein. Das belegten Videoaufnahmen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Der Geschädigte habe dabei plötzlich einen Messerstich in den Hals bekommen. Er sei lebensbedrohlich verletzt und könne vorerst nicht zu dem Vorfall befragt werden. Rettungskräfte mussten den Mann bereits am Tatort wiederbeleben.

Der Tatverdächtige, der keinen festen Wohnsitz habe, war nach der Messerattacke geflohen. Nach Hinweisen von Zeugen wurde er kurz nach dem Vorfall gefasst. In der Nähe des Bahnhofs sei auch ein Messer als mutmaßliches Tatwerkzeug gefunden worden.

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Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an. So soll unter anderem noch geklärt werden, in welcher Beziehung die Männer zueinander standen und was das Motiv der Tat war. Für einen Raub gebe es bisher keine Hinweise. Das zuständige Amtsgericht soll am Nachmittag über den Haftbefehl entscheiden.

 

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