BEI TREFFEN AUF USEDOM GESTELLT

Mann wollte 23-Jährige zum Sex zwingen

In einem Fall von sexueller Nötigung hat die Polizei auf Usedom ein Treffen zwischen dem Verdächtigen und dem Opfer arrangiert. Der Mann könnte drei weitere Frauen genötigt haben.
Nordkurier Nordkurier
Der Tatverdächtige war bereits polizeibekannt.
Der Tatverdächtige war bereits polizeibekannt.
Wolgast.

Am 8. Juni konnte auf Usedom ein 29-Jähriger gestellt werden, der eine junge Frau sexuell genötigt haben soll. Weil zunächst noch Verdacht bestand, es könne einen zweiten Tatverdächtigen geben, machte die Polizei den Fall nicht sofort öffentlich, sagte ein Sprecher am Montag. Der Verdacht habe sich nun aber nicht erhärtet.

Seit Anfang Juni hatte ein Unbekannter, der über Facebook mit der Frau in Kontakt trat, sexuelle Handlungen von der 23-Jährigen gefordert und gedroht, kompromittierende Bilder und Videos von ihr zu veröffentlichen. Auch auf mehrfache Bitten der jungen Frau habe der Täter nicht abgelassen, so die Polizei. Das Opfer hatte die Nötigung selbst im Polizeirevier Wolgast gemeldet.

Der Tatverdächtige hatte einen Fake-Account genutzt, bei dem er sich unter einem Pseudonym anmeldete. Nachdem es nicht gelungen war, die wahre Identität des Täters zweifelsfrei festzustellen, arrangierten Polizei und Opfer ein Treffen mit dem Tatverdächtigen. Die 23-Jährige sei dabei nicht aus den Augen gelassen worden, versicherte die Polizei.

Auch zwei Jugendliche könnten betroffen sein

Tatsächlich erschien der Tatverdächtige am Abend des 8. Juni am vereinbarten Treffpunkt in Bansin auf Usedom. Der 29-jährige Mann von der Insel Usedom, der bereits mehrfach polizeibekannt ist, konnte von der Polizei gestellt werden. Sein Handy wurde sofort sichergestellt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden weitere Beweismittel gefunden, die teilweise noch vom Landeskriminalamt ausgewertet werden.

Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam ermittelt gegen den Tatverdächtigen nun wegen Nötigung auf sexueller Grundlage. Es besteht der Verdacht, dass drei weitere Frauen – darunter zwei Jugendliche – ebenfalls betroffen sein könnten. Hier stehe man jedoch erst am Anfang der Ermittlungen.

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