MV-MINISTERPRÄSIDENTIN

Manuela Schwesig hat Brustkrebs

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Brustkrebs. Deswegen will sie ihre Parteiämter auf Bundesebene niederlegen.
dpa
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Brustkrebs.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Brustkrebs. Jens Büttner
Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Brustkrebs. Das gab sie bei der Kabinettssitzung am Dienstag in Schwerin bekannt, wie die Staatskanzlei mitteilte. „Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar. Allerdings ist dafür eine medizinische Behandlung notwendig”, sagte Schwesig den Angaben zufolge. Dies werde dazu führen, dass sie in den kommenden Monaten nicht an allen Tagen öffentliche Termine wahrnehmen könne.

„Nach intensiven Gesprächen mit meinen behandelnden Ärzten bin ich sehr zuversichtlich, dass ich wieder vollständig gesund werde. Deshalb habe ich mich entschieden, das Amt der Ministerpräsidentin und auch den Parteivorsitz hier im Land weiter auszuüben“, sagte Schwesig weiter.  

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„Allerdings ist auch klar, dass ich in den kommenden Monaten meine Kräfte auf Mecklenburg-Vorpommern, meine Gesundheit und meine Familie konzentrieren muss. Deshalb werde ich meine Parteiämter auf Bundesebene niederlegen“, so Schwesig.  Schwesig ist derzeit eine von drei kommissarischen SPD-Bundesvorsitzenden. Zusammen mit Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel wollte sie die Partei bis zur geplanten Wahl eines Führungsduos im Dezember anführen.

Bestürzung über Schwesigs Erkrankung

Die Nachricht löste parteiübergreifend Bestürzung aus. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Krüger, drückte seine Hochachtung für den Umgang Schwesigs mit der schlimmen Nachricht aus. „Sie stellt die Anforderungen des Landes über ihre persönlichen Belange und hat angekündigt, das Amt der Ministerpräsidentin weiterzuführen.“ Dass sie dennoch an irgendeiner Stelle kürzer treten müsse und in der Bundespartei Aufgaben abgebe, sei selbstverständlich.

„Mit großer Bestürzung habe ich die Nachricht entgegengenommen, dass die Ministerpräsidentin schwer erkrankt ist“, erklärte der Landesvorsitzende der CDU MV, Vincent Kokert. „Angesichts einer solchen Nachricht muss Politik in den Hintergrund rücken. Ich wünsche Manuela Schwesig und ihrer Familie für die kommenden Wochen im Kampf gegen den Krebs viel Kraft, alles erdenklich Gute und Gottes Segen.“

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Die FDP Mecklenburg-Vorpommern twitterte: „In der Politik kann man bei vielen Dingen unterschiedlicher Meinung sein und miteinander streiten, aber hier darf nur die Gesundheit im Vordergrund stehen. Die Freien Demokraten wünschen eine baldige und vollständige Genesung.“

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Schweriner Landtag, Nikolaus Kramer, erklärte: „Mit Bedauern habe ich heute von der tragischen Krebsdiagnose bei Frau Schwesig erfahren müssen. Ich wünsche der Ministerpräsidentin eine schnelle und vollständige Genesung und viel Kraft für die kommenden Wochen und Monate.“

Auch von der Linksfraktion kamen Genesungswünsche: „Die Abgeordneten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Linksfraktion wünschen Frau Schwesig für die kommenden Wochen und Monate viel Kraft und Zuversicht im Kampf gegen ihre Erkrankung. Wir wünschen ihr rasche und vollständige Genesung“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg. 

Manuela Schwesig ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie übernahm das Amt der Ministerpräsidentin im Sommer 2017 von Erwin Sellering (SPD), der ebenfalls an Krebs erkrankt war. Er ist inzwischen als SPD-Landtagsabgeordneter in die Politik zurückgekehrt.

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