NACHFOLGE VON SELLERING

Manuela Schwesig soll Ministerpräsidentin werden

Schon kurz nach der Bekanntgabe des Rücktritts von Erwin Sellering gibt es Spekulationen um die Nachfolge. Die SPD hat sich bereits entschieden.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) bei einer Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) bei einer Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin. Maurizio Gambarini
Schwerin.

Es gab keine lange Hängepartie um die Nachfolge von Erwin Sellering. Seine Nachfolge an der Spitze der Landesregierung und der Nordost-Sozialdemokraten soll Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig antreten, wie der SPD-Landesverband am Dienstag in Schwerin mitteilte. Sie erklärte sich bereits dazu bereit. Sellerings schlug sie selbst vor und stieß damit laut SPD-Landesverband beim Geschäftsführenden Landesvorstand, beim SPD-Fraktionsvorstand und den SPD-Ministern auf einhellige Zustimmung. Sellering erklärte am Dienstag überraschend wegen einer schweren Krebserkrankung seinen Rücktritt

Für den Mittwochabend werden SPD-Landesvorstand und der Landesparteirat zu einer Sondersitzung eingeladen. Auf Vorschlag Erwin Sellerings soll es bereits am 1. Juli einen Sonderparteitag geben. Schließlich muss auch noch der Landtag die Nachfolgerin Sellerings wählen. Dies dürfte zwar eine Formsache sein. Allerdings musste sich Schwesig von der CDU, dem Koalitionspartner, immer wieder auch Hohn und Spott gefallen lassen. So bezeichnete sie Inneminister Lorenz Caffier (CDU) einst als „Küstenbarbie”.

Galt schon immer als Kronprinzessin

Die 43-jährige Manuela Schwesig galt neben Finanzminister Mathias Brodkorb (40) und Energieminister Christian Pegel (43) schon immer als Kronprinzessin Sellerings. Allerdings schien es zuletzt so, dass die aktuelle Bundesfamilienministerin eher weiter bundespolitische Ambitionen hegt. Neben Sellering ist sie die einzige SPD-Politikerin aus Mecklenburg-Vorpommern, die eine Stimme in der Bundespolitik hat. Schwesig führt die SPD-Landesliste für die Bundestagswahl im September an – bis jetzt. In Schwerin wollte sie ihrem CDU-Kontrahenten Dietrich Monstadt unbedingt das Direktmandat für den Bundestag abjagen.

Angesichts Schwesigs künftiger Aufgaben in Schwerin, muss sich die SPD in Mecklenburg-Vorpommern nun aber auch einen neuen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl suchen. Und: Angela Merkel braucht eine neue Familienministerin in Berlin. Im Gespräch ist SPD-Generalsekretärin Katarina Barley.

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