CORONAVIRUS

Masken, Abstand, Hygiene – MV legt Regeln für Schulöffnung vor

Die Schulen in MV sollen schrittweise geöffnet werden. Damit die jeweiligen Einrichtungen öffnen dürfen, müssen sie sich an klare Vorgaben für den Gesundheits- und Infektionsschutz halten.
dpa
Noch sind die Stühle in den Schulen hochgestellt, aber bald soll sich das zumindest schrittweise ändern.
Noch sind die Stühle in den Schulen hochgestellt, aber bald soll sich das zumindest schrittweise ändern. Uwe Anspach
Schwerin.

Mithilfe eines Hygieneplans will das Bildungsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Wiedereröffnung der Schulen vorbereiten. „Voraussetzung für die Öffnung der Schulen sind klare Vorgaben für den Gesundheits- und Infektionsschutz vor Ort”, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Sonntag. „Dem Bildungsministerium war es vor diesem Hintergrund zentral wichtig, dass es einen einheitlichen Hygieneplan im Land für die Schulen gibt.” Mecklenburg-Vorpommern will die Schulen vom 27. April an schrittweise öffnen.

Mehr lesen: MV führt Masken-Pflicht für Nahverkehr und Taxen ein.

Der Hygieneplan enthält Aussagen zur persönlichen Hygiene, zur Raumhygiene, Hygiene im Sanitärbereich, Infektionsschutz in den Pausen, zum Sportunterricht und zur Wegeführung in den Schulen. So soll, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und bei der Schülerbeförderung sollen die Schüler eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bei Pausen, die im Innenbereich der Schule stattfinden, wird das Tragen einer solchen Maske empfohlen. Sportunterricht wird nicht stattfinden. Der Einsatz von Lehrern, die älter als 60 Jahre sind, erfolgt auf freiwilliger Basis.

Zudem sind Berührungen, Umarmungen und Händeschütteln tabu. Das regelmäßige und sorgfältige Händewaschen - explizit auch nochmal vor dem Essen - ist Pflicht und die Husten- sowie Niesetiquette sind einzuhalten. Wer Atemwegssymptome zeigt, muss zu Hause bleiben. Die Räume und Flure sind regelmäßig zu lüften.

 
 
Hinweis: Dieser Artikel wurde am 19. April um 19.12 Uhr aktualisiert. In einer ersten Fassung konnte durch eine uneindeutige Formulierung der Eindruck entstehen, dass die Masken generell in der Schule getragen werden müssen. Dies ist aber nicht der Fall und der Absatz im Artikel wurde entsprechend geändert. Auch wurden weitere Maßnahmen hinzugfügt.

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Kommentare (11)

Da hat einer keine Kinder. Wie unser dicker Altmeier, der uns versprochen hat, dass es nicht einen Arbeitslosen geben wird, einfach nur lächerlich.

vor Corona in den Grostädten keine Schutzmasken getragen.

Peking. Wegen Smog.

Ist aber ne Großstadt.

Soll das jetzt so der erste Testballon sein, wie die Leute darauf reagieren, wenn angedeutet wird, dass die Kinder in der Schule künftig zwingend Masken tragen sollen?

Sonst stimme ich ja selten mit der Meinung von KOI-NB überein, aber in diesem Fall hat er oder sie ausnahmsweise einmal absolut recht! Völliger Unfug! Das kann man doch Kindern nicht zumuten! Wer das freiwillig tun möchte, bitte sehr, aber gegen einen Zwang wehre ich mich vehement! Wer ist denn bitte so blauäugig zu glauben, dass die Kinder künftig einen ganzen Schultag lang keinen anderen Mitschüler berühren werden? Als positiven Nebeneffekt wird es dann ja in Zukunft auch keine Rangeleien auf dem Schulhof mehr geben; was hat man da früher erfolglos mit dem Problem gekämpft! Und das Mittagessen wird ab sofort auch über den Tresen geworfen, damit der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Und sobald die Schule zu Ende ist, werden sie auch gar nicht gemeinsam auf den nächsten Bolzplatz stürmen oder die größeren gemütlich in die Stadt schlendern und auf dem Marktplatz oder sonst wo abhängen. Andere Beschäftigung haben sie ja nicht; Training wird ja auch weiterhin nicht stattfinden.

Warum wird nicht gleich ein Burka-Zwang erlassen?! Die können wir bestimmt noch günstig aus einschlägigen Ländern importieren, so dass die Versorgung der Bevölkerung damit bestimmt sichergestellt werden kann. Allerdings müsste dann auch noch eine Variante für das männliche Geschlecht entworfen werden; die sind von den aktuellen Modellen bestimmt nicht sonderlich begeistert. Und außerdem könnte man ja sonst auch gar nicht mehr unterscheiden, wer Männlein und wer Weiblein ist. Ach und Handschuhe bitte auch noch dazu!

Habe gerade das update gelesen. Na da wollen wir mal abwarten, ob es auch wirklich dabei bleibt, oder ob nicht doch im Sinne der Salamitaktik so nach und nach noch die eine oder andere Vorgabe folgt.

So stümpern sie sich von Fehlverordnung zu Fehlverordnung.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Neue-Corona-Verordnung-fuer-MV-offenbar-fehlerhaft,coronavirus1502.html

Die Realität wird anders aussehen, da bin ich mir ganz sicher. :-):-)

... Fehlerhaft sagt nicht, dass sie es auch ist. Der Städte- und Gemeindetag bemängelte, dass die strafbewährte Norm fehle. Dem ist nicht so. im § 10 der neuen Verordnung (VO) sind sie aufgeführt. In der alten VO stand dies im § 4.
Somit halte ich die Bedenken des Städte- und Gemeindetages für nicht gerechtfertigt.

... eigenmächtig über die Gesundheit ihrer Kinder entscheiden. Und in ein paar Jahren gehen diese Kids auf die Straße und prangern uns an " Ihr habt es gewußt, uns aber nicht geschützt..."
Lasst den Virus wieder frei. Das Image der Deutschen " mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Urlaub ..." darf nicht beschädigt werden .
Dieses Image "mein" scheint für viele wichtiger zu sein, als den Kindern die Hygieneregeln zu erklären. Naja, wie will man was erklären, wenn es noch nicht einmal Erwachsene verstehen wollen. Zivilgesellschaft sieht halt anders aus... aber wir sind ein freies Land

Sie haben schon mitbekommen, dass Kinder bei einer Corona-Erkrankung wenig bis gar keine Symptome zeigen? Es geht nicht um den Schutz der Kinder.

Es geht mir hier überhaupt nicht darum, mein materielles Eigentum zu sichern und zu mehren. Es geht hier vielmehr um die Einschränkung der Freiheit in verschiedener Hinsicht. Und zwar nicht um irgendwelche unerheblichen Beschränkungen, sondern um massive, flächendeckende Einschränkungen der Grundrechte in einem Ausmaß, wie es vor 6 Wochen noch nicht einmal ansatzweise vorstellbar war! Und noch dazu auf nicht absehbare Zeit. Was mich jedoch am meisten wütend macht, sind die teils unplausiblen, unlogischen Maßnahmen und die weltfremden Vorstellungen der Bundes- und (zumindest einiger; jedenfalls auch der MV-) Landesregierungen! Eine ordnungsgemäße Güterabwägung (und damit sind keineswegs primär materielle Güter gemeint!) - das wird mehr und mehr deutlich - findet überhaupt nicht statt. Es werden offenbar noch nicht einmal die unterschiedlichen Standpunkte und Erkenntnisse der (renommierten) Wissenschaftler der verschiedenen Fachdisziplinen berücksichtigt. Die Bundesregierung zieht ihren einmal festgelegten Kurs vielmehr stur weiter durch und gibt nur soviel nach, wie sich gar nicht mehr vermeiden lässt, um die Bevölkerung noch unter Kontrolle halten zu können. Jetzt ist sogar schon von einer "neuen Normalität" die Rede, an die wir uns gewöhnen müssten, was ja wohl nur so verstehen sein kann, dass wir mehr oder weniger dauerhaft mit den jetzigen Einschränkungen werden leben müssen. Das geht mir auch unter Berücksichtigung der mit Corona einhergehenden Risiken, die ich gar nicht bestreite, definitiv entschieden zu weit!

Und übrigens, Herr EIKOSCHMITZ, über die Gesundheit bzw. die Gesundheitssorge meiner Kinder entscheide ich - von besonderen Ausnahmen abgesehen - grundsätzlich und schon immer selbst, solange sie noch nicht volljährig sind. So wie dies auch alle anderen Eltern für ihre Kinder tun. Das gehört nämlich zum Sorgerecht für die eigenen Kinder. Ich persönlich halte es dabei so, dass ich mit zunehmendem Alter auch die Meinung der Kinder einbeziehe, denn sie sollen ja auch verstehen, welche Gründe mich zu dieser oder jener Entscheidung bewogen haben und darüber hinaus lernen, wie sie später eigenverantwortlich sachgerechte Entscheidungen treffen können. Sie sollen nämlich nicht einfach alles nachplappern, was man ihnen erzählt, sondern selbst denken. Wozu blinder Gehorsam führt, hat man in der Geschichte ja schon mehrfach erleben können.

Und für alle, die es noch nicht bemerkt haben: Das Leben ist lebensgefährlich - per se.