BILDUNG IN MV

Mathe-Abi zu schlecht ausgefallen – alle Noten werden angehoben

Das Mathe-Abitur in MV lag 2021 weit unter dem Niveau des Vorjahres. Das Bildungsministerium sieht dafür mehrere Gründe. Corona-Beschränkungen zählt es offenbar nicht dazu.
dpa
Die Mathe-Noten sind bei Abiturienten in Mecklenburg-Vorpommern um mehrere Punkte abgerutscht.
Die Mathe-Noten sind bei Abiturienten in Mecklenburg-Vorpommern um mehrere Punkte abgerutscht. Thomas Warnack
Schwerin ·

Weil das Mathematik-Abitur in diesem Jahr viel zu schlecht ausgefallen ist, werden alle Noten in diesem Fach um zwei Notenpunkte angehoben. Dies gelte für die Grund- und die Leistungskurse, wie das Bildungsministerium am Sonntag in Schwerin berichtete. Im Durchschnitt lagen die Notenpunkte in diesem Jahr bei 4,1 im Grundkurs und bei 5,6 im Leistungskurs, im vergangenen Jahr bei 5,7 beziehungsweise 8,4.

Für dieses außergewöhnlich niedrige Niveau hätten mehrere Rahmenbedingungen zusammengewirkt. So habe in diesem Jahr der erste Jahrgang der neuen Oberstufe das Abitur nach neuen Vorgaben abgelegt. Die Aufgaben seien erstmals in Grund- und Leistungskurs-Klausuren aufgeteilt worden.

Kein Wort über Corona-Beschränkungen

Gleichzeitig sei ein qualitativ neuer Aufgabentypus Grundlage für das Abitur gewesen, der stärker auf Kompetenzen als auf Anwendung von erlerntem Formelwissen beruhe. Die Schüler sollten durch das Zusammenwirken dieser Umstände keine Nachteile erfahren, hieß es. Mit der Anhebung um zwei Punkte solle der Punktedurchschnitt rechnerisch an die Ergebnisse der vergangenen Jahre angeglichen werden. Das Ministerium gab bekannt, dass eine für 2023 vereinbarte Evaluation auf 2021 vorgezogen werde. Zudem werde ab dem kommenden Schuljahr ein Sonderprogramm für Mathematik-Förderung in der Oberstufe aufgelegt.

Inwiefern die Corona-Beschränkungen den Schülern das Lernen erschwert haben könnte, wird in der Mitteilung des Bildungsministeriums hingegen mit keinem Wort erwähnt. Dass dies aber doch der Fall sein könnte, zeigt ein Beispiel aus Löcknitz. Dort hatten Abiturienten die Prüfungen kritisiert. Ihrer Ansicht nach gab es zu viele Aufgaben für die vorgegebene Zeit gewesen seien. Zusätzlich erinnerten die Schüler daran, dass sie wegen der Corona-Krise und des Distanz-Lernens mit der umfangreichen Abiturvorbereitung im Fach fast ein ganzes Jahr allein gelassen worden seien.

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Kommentare (11)

Liebe Jugend! Ihr sollt nicht lernen sondern die Welt retten, den Klimawandel stoppen, Gicks- und Verschlucklaute sprechen, organisiert in Unternehmen einbrechen und stehlen, kein Fleisch konsumieren und Eisbären in der Arktis schützen. Dafür ist wenig Bildung und kein Abitur nötig. Was Ihr lernen müsst ist - Radfahren und auf den nächsten Bus warten.

Und nachher regen wir uns bitte wieder auf, dass viele Kinder und Jugendliche psychische Probleme während des Corona-Lockdowns bekommen haben. Das Leute wie Sie mit ihrem Gehetze jahrelange Vorarbeit dafür geleistet haben, also Teil des Problems, Teil der Ursache sind, aber nie Teil der Lösung sein werden, dass wird ihnen mit Sicherheit entgangen sein.

Liebe Abiturienten, wenn ihr schlecht bepunktet wurdet,versucht es mal mit körperlicher Arbeit, dazu muss man anpacken und man muss sich keinen Kopf machen, man bekommt danngesagt was ihr machen müsst.

Auch für Sie, Sie Held der Arbeit!
Und nachher regen wir uns bitte wieder auf, dass viele Kinder und Jugendliche psychische Probleme während des Corona-Lockdowns bekommen haben. Das Leute wie Sie mit ihrem Gehetze jahrelange Vorarbeit dafür geleistet haben, also Teil des Problems, Teil der Ursache sind, aber nie Teil der Lösung sein werden, dass wird ihnen mit Sicherheit entgangen sein.

Wenn es von den eigenen Eltern vorgelebt wird dann ist es kein Wunder...
Sie haben die Zeit um zum Beispiel mit helfen zu Lernen/Verstehen ...

Jeder Mensch, der sein Leben lebt, lebt es gefühlt zu ersten Mal.
Er hat keine eigenen Erfahrungen für die jeweilige Situation.
Er muß als Referenzwert das nehmen, was andere ihm sagen.
Was 1950 oder 1960 oder irgendwann mal üblich war, das kann er nicht wissen. Er lebt immer nur das, was momentan so üblich ist, je nach Situation.
Wenn Werte sich verschoben haben, liegt es nicht an der jeweiligen Generation, sondern daran, was ihnen vorgelebt und beigebracht wird.

Ich finde es wirklich schlimm, wenn jungen Leuten heute Vorwürfe darüber gemacht wird, wie sie denken, fühlen und handeln.
Sie tun immer nur das, wie viele Generationen vor ihnen, was gerade so üblich/notwendig ist.
Sie können nichts dafür, dass heute nicht Krieg und Hunger das allgemeine Leben bestimmen.
Wir sollten ihnen von Herzen gönnen, in Frieden und ein bisschen Wohlstand aufgewachsen zu sein.
Wenn die "Erwachsenen" plötzlich die Regeln ändern, ist das in meinen Augen kein Grund zur Schadenfreude.

das Nutto und Karsten hier nicht verstanden haben, was da passiert ist.
Es fehlen noch so schlaue Sprüche wie: "Es kann nicht jeder studieren!" oder "Wir haben früher auch kein Studium gebraucht."
Das merkt man auch.
Das Bildungsniveau ist fallend meiner Meinung nach und gehört dringend reformiert und besser ausgestattet.
Und ich meine nicht diesen dämlichen Digitalpakt.
Der Bildungsetat sollte den des Kriegsetats von AKK weit übertreffen.
Die Kreisläufe der sozialen Vererbung von schlechter Bildung müssen durchbrochen werden.
Die deutschen Diamant und Erdölreserven sind nunmal sehr begrenzt.

Selbst in dieser Runde gab es Schüler mit 15 oder 14 Punkte im Matheabi. (Spannenderweise ist dort bei der Auswertung den Schülern sogar mitgeteilt worden, dass das Matheabi im Schnitt über den Klausuren des vergangenen Halbjahres lag. Es scheint also Schulen zu geben, in denen Lehrer die Vorgaben umsetzen und Schüler dies auch hinbekommen) Wird diesen in Zukunft vorgehalten, wenn sie woanders studieren, ach deine Punkte kommen ja nur durch die zwei Pluspunkte zusammen? Wenn man im Ministerium nach dem Schreiben der Meinung ist, dass die Aufgaben zu schwer waren oder wegen der Lehrplanumstellung nicht zu schaffen war für eine Vielzahl der Schüler, dann wäre es sinnvoll den Schülern doch zu erlauben, die Prüfung zu wiederholen. Einfach jeden um zwei Punkte hochzustufen, kann jedenfalls nicht die Lösung sein. Schließlich wird ja von den Leistungsstarken keiner eine 17 oder 16 auf dem Zeugnis zu stehen haben, denn bei 15 ist nun mal Schluss.

Selbst in dieser Runde gab es Schüler mit 15 oder 14 Punkte im Matheabi. (Spannenderweise ist dort bei der Auswertung den Schülern sogar mitgeteilt worden, dass das Matheabi im Schnitt über den Klausuren des vergangenen Halbjahres lag. Es scheint also Schulen zu geben, in denen Lehrer die Vorgaben umsetzen und Schüler dies auch hinbekommen) Wird diesen in Zukunft vorgehalten, wenn sie woanders studieren, ach deine Punkte kommen ja nur durch die zwei Pluspunkte zusammen? Wenn man im Ministerium nach dem Schreiben der Meinung ist, dass die Aufgaben zu schwer waren oder wegen der Lehrplanumstellung nicht zu schaffen war für eine Vielzahl der Schüler, dann wäre es sinnvoll den Schülern doch zu erlauben, die Prüfung zu wiederholen. Einfach jeden um zwei Punkte hochzustufen, kann jedenfalls nicht die Lösung sein. Schließlich wird ja von den Leistungsstarken keiner eine 17 oder 16 auf dem Zeugnis zu stehen haben, denn bei 15 ist nun mal Schluss.

Selbst in dieser Runde gab es Schüler mit 15 oder 14 Punkte im Matheabi. (Spannenderweise ist dort bei der Auswertung den Schülern sogar mitgeteilt worden, dass das Matheabi im Schnitt über den Klausuren des vergangenen Halbjahres lag. Es scheint also Schulen zu geben, in denen Lehrer die Vorgaben umsetzen und Schüler dies auch hinbekommen) Wird diesen in Zukunft vorgehalten, wenn sie woanders studieren, ach deine Punkte kommen ja nur durch die zwei Pluspunkte zusammen? Wenn man im Ministerium nach dem Schreiben der Meinung ist, dass die Aufgaben zu schwer waren oder wegen der Lehrplanumstellung nicht zu schaffen war für eine Vielzahl der Schüler, dann wäre es sinnvoll den Schülern doch zu erlauben, die Prüfung zu wiederholen. Einfach jeden um zwei Punkte hochzustufen, kann jedenfalls nicht die Lösung sein. Schließlich wird ja von den Leistungsstarken keiner eine 17 oder 16 auf dem Zeugnis zu stehen haben, denn bei 15 ist nun mal Schluss.

kein Wort vom Bildungsministerium. Den Schuh wollen sie sich nicht anziehen. Könnte ja sein, dass Frau Schwesig in Verdacht gerät den Kids ein Schuljahr versaut zu haben.