CORONA-KRISE

Mecklenburg-Vorpommern hält an Abitur-Prüfungen fest

Trotz der Corona-Krise sollen die Prüfungen zum Abitur oder zur Mittleren Reife in MV nicht ausfallen. Doch die Ungewissheit bleibt.
dpa
Wann die wegen der Schulschließungen ausgesetzten Prüfungen im Nordosten nachgeholt werden sollen, ist noch nicht a
Wann die wegen der Schulschließungen ausgesetzten Prüfungen im Nordosten nachgeholt werden sollen, ist noch nicht absehbar. Roland Weihrauch
Schwerin.

+++ Wichtige Aktualisierung: Abiturprüfungen starten in MV nach heftiger Kritik früher. +++

Mecklenburg-Vorpommern hält ungeachtet der fortwährenden Corona-Krise an den Abiturprüfungen fest. Wie Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz mit ihren Amtskollegen erklärte, ist dieses Vorgehen nach dem zwischenzeitlichen Ausscheren Schleswig-Holsteins Konsens unter den Bundesländern.

„Ich begrüße es sehr, dass es bei den Abschlussprüfungen ein gemeinsames Vorgehen der Länder gibt. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das, dass wir an den bekannten Planungen festhalten, im März und April keine Prüfungen abzuhalten und sie ab Mai stattfinden zu lassen. Die Termine werden derzeit erarbeitet“, erläuterte Martin.

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Neue Prüfungstermine

Sie sicherte zu, dass die neuen Prüfungstermine rechtzeitig bekanntgeben werden, damit sich Schüler und Lehrkräfte gut vorbereiten können. Ursprünglich sollten im Nordosten die Abiturprüfungen am 30. März beginnen.

Nach Angaben Martins bekräftigten die Länderminister am Mittwoch nochmals, die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anzuerkennen. Schülerinnen und Schülern würden keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation entstehen. Die Prüfungen fänden bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig sei, unter Umständen auch in geschlossenen Schulen.

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Mündliche Prüfungen per Videokonferenz

Der Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommerns hatte zuvor schon dafür plädiert, zunächst an den Prüfungen festzuhalten, sicherheitshalber aber auch Notfallpläne zu entwickeln. Schüler müssten in jedem Fall die Chance bekommen, sich zu verbessern, etwa durch eine freiwillige Facharbeit oder mündliche Prüfungen per Videokonferenz, heißt es in einer Mitteilung.

Der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Blanck, forderte das Bildungsministerium auf, sich auf alle Möglichkeiten vorzubereiten: „Sollte absehbar sein, dass die Schulen am 20. April nicht wieder öffnen, muss sofort klar sein, wie dieser Abiturjahrgang auch ohne Prüfungen sein Abitur bekommt“, mahnte er.

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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 25. März, aktualisiert.

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