BIS WEIHNACHTEN

Mecklenburg-Vorpommern soll 30.000 Impfdosen bekommen

Zum Impfstart am 27. Dezember sollen allein für Mecklenburg-Vorpommern 30.000 Dosen des Corona-Impfstoffs zur Verfügung stehen.
Professor Emil Christian Reisinger im Livestream der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern am 22. Dezember 2020.
Professor Emil Christian Reisinger im Livestream der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern am 22. Dezember 2020. Staatskanzlei MV
Schwerin ·

Bereits zum Ende dieser Woche werden allein für Mecklenburg-Vorpommern 30.000 Dosen des zugelassenen Corona-Impfstoffs erwartet. Das kündigte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei in Schwerin an.

Bislang ging man von einer Zahl von 10.000 Dosen aus. Da der Impfstoff zwei Male verabreicht werden muss, können somit zum Start der Impfkampagne rund 15.000 Menschen in MV versorgt werden.

„Wir sind startklar”

Der Impfstoff werde spätestens am 26. Dezember das Land erreichen und dann verteilt. Mit dem europaweiten Impfbeginn am 27. Dezember soll in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen, so Glawe. Mecklenburg-Vorpommern sei gut auf diese Herausforderung vorbereitet: „Wir sind startklar.”

Wenn Krankenhäuser, die zwölf Impfzentren und ihre mobilen Impf-Teams versorgt sind, sollen am Sonntag zunächst Bewohner und Personal von Pflegeheimen geimpft werden, so der Minister. Weiterhin sollen auch die Labore für Corona-Tests über Weihnachten weiter arbeiten.

Ziel sei, dass im Laufe der nächsten Monate 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. „Wichtig bleibt, dass wir eine hohe Impfbereitschaft erzeugen”, sagte dazu Glawe. Derzeit würden zwar Umfragen darauf hindeuten, dass diese Bereitschaft in der Bevölkerung noch nicht vorliege. Dennoch zeigte Glawe sich optimistisch, dass dieser Wille zunimmt, sobald die Chance da ist, gegen das Coronavirus geimpft zu werden. Der Impfstoff biete schließlich die Gelegenheit, sorgenfreier zu leben.

"Querdenker" auch durch Herdenimmunität geschützt

„Die gute Botschaft ist, dass diejenigen, die quer denken, auch geschützt werden”, sagte Glawe mit Verweis auf die Herdenimmunität und die sogenannte „Querdenken”-Bewegung. Unter diesem Namen finden auch in Mecklenburg-Vorpommern regelmäßige Demonstrationen statt, auf denen Kritiker des neuen Corona-Impfstoffs auftreten. Angst sei kein guter Ratgeber, betonte der Minister und rief die Bevölkerung des Landes dazu auf, Ruhe zu wahren und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Der Infektiologe und Tropenmediziner des Rostocker Universitätsklinikums, Prof. Emil Reisinger, erläuterte auf der Pressekonferenz die Wirkung des Impfstoffs und betonte, dass sich bislang die selben Nebenwirkungen gezeigt hätten, wie sie auch bei anderen Impfstoffen aufträten. Rötungen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Fieber seien möglich und würden innerhalb einem bis zwei Tagen verschwinden.

Laut Reisinger sei im Januar mit der Zulassung eines weiteren Impfstoffs des Herstellers Moderna zu rechnen. Weitere Impfstoffe befänden sich in der Zulassungsphase.

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Kommentare (2)

"Der Impfstoff biete schließlich die Gelegenheit, sorgenfreier zu leben." Es ist offen, ob Beimpfte trotzdem das Virus verbreiten. Wie lange der Impfschutz besteht ist ebenso offen. Diese Forschung beginnt hierzu ab 27.12.20 in Deutschland. Das "sorgenfreier" heisst nicht sorgenfrei in Bezug auf Corona. Wie heisst es so schön, transparent und die Bevölkerung umfangreich informieren. Mit der ersten Kinderlähmungs-Impfung war noch nichts erreicht. Erst die nachfolgende Schluckimpfung sechs Jahre später wurde ein Erfolg. Wenn die Corona-Impfstoffe den herbeigeredeten Erfolg haben werden, dann wäre es eine Glanzleistung der Pharmaindustrie. Insbesondere bei Atemwegsviren. Dann kann man gleich noch Milliarden ausgeben für Erforschung erfolgreicher Grippe-Impfstoffe. https://www.mdr.de/wissen/chimaeres-haemagglutinin-universeller-grippe-impfstoff-100.html

Wie hätte man denn Ihrer Meinung nach vorgehen sollen? Erst im Rahmen der Phase 3 Studie impfen und dann jahrelang beobachten, wie lange der Impfschutz anhält??? Oder Geimpfte (nicht Beimpfte!) künstlich infizieren, um zu sehen, ob sie das Virus weiter tragen? Sie haben wahrscheinlich noch nie eine Studie konzipiert und designt, sonst würden Sie nicht so neunmalklug daherreden.