FRAGEN UND ANTWORTEN

Mecklenburg-Vorpommerns Impfzentren nehmen ihre Arbeit auf

In dieser Woche sollen die Corona-Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern ihre Arbeit aufnehmen. Ab Dienstag wird dort auch der neu zugelassene Moderna-Impfstoff erwartet.
dpa
Impfzentrum des Landkreises Rostock im Terminal des Flughafens Rostock-Laage
Impfzentrum des Landkreises Rostock im Terminal des Flughafens Rostock-Laage Bernd Wüstneck
Impfzentrum im Flughafen Trollenhagen bei Neubrandenburg
Impfzentrum im Flughafen Trollenhagen bei Neubrandenburg Mirko Hertrich
Ein Schild weist den Weg zum Eingang in das Impfzentrum Schwerin
Ein Schild weist den Weg zum Eingang in das Impfzentrum Schwerin Bernd Wüstneck
Schwerin ·

Nach dem Impfstart Ende 2020 in Seniorenheimen und Kliniken durch mobile Impfteams sollen nun auch die landesweit eingerichteten Impfzentren die Arbeit aufnehmen. Erste Impfungen soll es dort am 12. Januar geben. Doch einfach hingehen und anstellen wird nicht funktionieren. Die Antworten zu wichtigen Fragen:

Wer wird geimpft?

Die Impfungen sind freiwillig, und die Reihenfolge ist klar definiert. Begonnen wurde mit Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, den Mitarbeitern dort sowie mit medizinischem Personal in Notaufnahmen und Intensivstationen der Kliniken. Als Nächstes sind Impfwillige im Alter von 80 Jahren und älter an der Reihe, die noch zu Hause leben. Die ersten 5000 von ihnen erhielten nach Angaben des Gesundheitsministeriums Post und können telefonisch Termine vereinbaren. Zur ersten Impfgruppe gehören 136.000 Menschen jenseits des 80. Lebensjahres, 27.700 Pflegekräfte und 12.500 Klinikmitarbeiter. Gestaffelt nach Alter und Berufsgruppen sollen die Impfungen – abhängig von der bereitstehenden Impfstoffmenge – dann auf weitere Personen ausgeweitet werden.

Wie läuft die Terminvergabe?

Pro Woche sollen nun etwa 10.000 Benachrichtigungen verschickt werden. Wer einen Brief erhalten hat, kann unter der Telefonnummer 0385/20 27 11 15 die Termine für die zwei erforderlichen Impfungen vereinbaren. Die Hotline ist laut Gesundheitsministerium bereits besetzt und von Montag bis Freitag zwischen 08 und 20 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen zwischen 9 und 16 Uhr erreichbar. Voraussetzung für die Terminvergabe ist der Erhalt des Schreibens.

Was ist zum Impftermin mitzubringen?

Das Informationsschreiben, der Personalausweis und möglichst auch der Impfausweis.

Wo wird geimpft?

Zunächst noch durch mobile Impfteams in Alten- und Pflegeheimen sowie Fachkräfte in Kliniken, vom 12. Januar auch in den landesweit zwölf Impfzentren. Mehrere hundert Ärzte und Helfer haben sich für Einsätze dort gemeldet. Mit zunehmender Zahl der bereitgestellten Impfdosen sollen später nach Möglichkeit auch Hausärzte einbezogen werden. Im Impfzentrum im Flughafen Trollenhagen stehen zunächst 25 Impfdosen pro Tag zur Verfügung.

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Wie wird geimpft?

Im Abstand von drei Wochen erhält jeder Patient jeweils eine Spritze in den Oberarm. Der Wirkstoff bleibt für einige Stunden im Muskel, und der Körper hat so Zeit, ihn zu erkennen und darauf zu reagieren. Für die Immunisierung sind zwei Wirkstoffgaben erforderlich. Analysen und Tests zufolge schützt der bislang eingesetzte Biontech-Impfstoff mit 95-prozentiger Wirkung vor einer Covid-19-Erkrankung. Da die Zweitimpfung nötig ist, wird nicht alles sofort verabreicht, sondern eine Reserve gebildet.

Ist mit Nebenwirkungen zu rechnen?

Müdigkeit, Kopfweh und Schmerzen an der Einstichstelle gelten als übliche Impf-Nebenwirkungen und sind möglich. Vereinzelt wurden den Studien zufolge auch Schüttelfrost, Durchfall oder Muskel- und Gliederschmerzen registriert, klangen nach kurzer Zeit aber ab.

Müssen die Menschen etwas für die Impfung bezahlen?

Nein. Sie ist gratis – egal, ob und wie jemand versichert ist. Die Kosten für die Impfstoffe übernimmt der Bund. Dafür stehen im Etat 2021 zunächst 2,7 Milliarden Euro bereit. Kosten für Impfzentren und Logistik tragen Länder und Kommunen.

Wie läuft es mit dem Impfstoffnachschub in Mecklenburg-Vorpommern?

Zum Start der Corona-Schutzimpfungen nach Weihnachten hatte Mecklenburg-Vorpommern laut Gesundheitsministerium rund 30.000 Dosen des Wirkstoffs von Biontech/Pfizer erhalten. Am Freitag kam eine weitere Lieferung an. Weil behördlich sanktioniert künftig sechs statt fünf Impfdosen aus jedem Fläschchen gezogen werden dürfen, waren das 18.000 Impfdosen. Diese Anzahl soll nun wöchentlich geliefert werden. Zudem werden für Dienstag die ersten Impfdosen des zweiten zugelassenen Präparats der US-Firma Moderna in Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Zunächst sollen alle zwei Wochen 1200 Dosen geliefert werden, Ende Februar dann 13.000.

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