NACH FLAUTE

Meeresmuseum Stralsund wieder mit Besucherplus

Hunderttausende Menschen haben sich 2019 für die Ausstellungen des Deutschen Meeresmuseums interessiert. Dabei gab es einen klaren Favoriten.
Auch elf Jahre nach seiner Eröffnung steht das Ozeaneum des Deutschen Meeresmuseums auf der Stralsunder Hafeninsel besond
Auch elf Jahre nach seiner Eröffnung steht das Ozeaneum des Deutschen Meeresmuseums auf der Stralsunder Hafeninsel besonders im Interesse der Einheimischen und der Urlauber in der Region. Johannes-Maria Schlorke
Letzte Chance für einen Besuch nur noch in diesem Jahr. Zum 1. Januar 2021 schließt der Stammsitz des Deutschen Mee
Letzte Chance für einen Besuch nur noch in diesem Jahr. Zum 1. Januar 2021 schließt der Stammsitz des Deutschen Meeresmuseums im Katharinenkloster für voraussichtlich zwei Jahre. Anschließend wird der Ausstellungskomplex, der sich vor allem den tropischen Meeren widmet, umgebaut. Die Wiedereröffnung ist für 2023 vorgesehen. Johannes-Maria Schlorke
Stralsund.

Nach einer Flaute 2018 hat das Deutsche Meeresmuseum im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Besucher begrüßen können. Das liege auch am bundesweitem Medienecho, wie eine Museumssprecherin betont. Wer die Tropenabteilung im Katharinenkloster noch einmal sehen will, sollte die letzte Gelegenheit in diesem Jahr nutzen.

Insgesamt haben im vergangenen Jahr 835.655 Gäste die vier Ausstellungseinrichtungen des Deutschen Meeresmuseums im Ozeaneum, Katharinenkloster, auf dem Dänholm und im Natureum am Darßer Ort besucht. Das waren acht Prozent mehr als 2018 mit seinem Supersommer, als nur etwa mehr als 760.000 Besucher ins Museum kamen.

Für das gestiegene Interesse habe unter anderem die überregionale Berichterstattung der Medien, auch die des Nordkuriers, gesorgt, sagte eine Museumssprecherin. Vor allem die Beiträge über die aktuelle Forschungsarbeit der Museumsmitarbeiter seien auf großes Interesse gestoßen, etwa zum Hörvermögen der Pinguine, zu den Verwandtschaftsbeziehungen von Fischen und zu den Meeressäugern in der Ostsee.

Ozeaneum besonders erfolgreich

Auch auf den Onlinekanälen des Meeresmuseums, insbesondere auf Instagram, Facebook und den Hompages informierten sich inzwischen Tausende Interessierte über Museums-Neuigkeiten. Auf nationalen Messen sorge das Meeresmuseum vor allem mit einem bildgewaltigen Imagefilm für mehr Werbung.

Nach einer Besucherbefragung im vergangenen Sommer hatten mehr als zwei Drittel aller Urlauber der Region bereits vorab einen Museumsbesuch auf ihrer Urlaubsagenda. Besonders erfolgreich sei das Ozeaneum auf der Stralsunder Hafeninsel, sagte die Sprecherin. Nach elfjährigem Museumsbetrieb liege hier die Zahl der „Wiederholungsbesucher“ mit bislang insgesamt 7,1 Millionen Gästen bei knapp 32 Prozent.

Umbau des Katharinenklosters

Zu den mit Abstand größten künftigen Investitionsvorhaben gehört der Umbau des Stammsitzes im Katharinenklosters, der 2021 beginnen soll. Der Ausstellungskomplex, der sich unter anderem den Unterwasserwelten der tropischen Meere sowie der Ozeannutzung widmet, soll voraussichtlich 2023 eröffnet werden. Die Umgestaltung, die unter anderem die Installation eines Karibik-Großaquariums vorsieht, wird von Bund und Land mit jeweils 20 Millionen Euro gefördert.

Wer also jetzt noch einmal die Ausstellung mit dem großen Meeresschildkröten-Becken, den Seepferdchen-Aquarien, den Original-Walskeletten und der umfangreichen Fischereiausstellung sehen möchte, hat nur noch in diesem Jahr Gelegenheit dazu. Zum 1. Januar 2021 werde das Katharinenkloster für voraussichtlich zwei Jahre geschlossen.

 

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