Die Kormorane, die tot auf der Insel Beuchel gefunden worden waren, hatten die Vogelgrippe.
Die Kormorane, die tot auf der Insel Beuchel gefunden worden waren, hatten die Vogelgrippe. Lutz Storbeck
Krankheit

Mehr als 200 tote Kormorane bei Rügen – es war die Vogelgrippe

Vogelgrippe-Alarm auf einer kleinen Insel bei Rügen! Zwar versuchten die Behörden derzeit, die Ausbreitung zu verhindern. Geflügelhalter sollten aber trotzdem vorsichtig sein.
dpa
Stralsund

Das auf der kleinen und unbewohnten Insel Beuchel im zu Rügen gehörenden Neuendorfer Wiek festgestellte Kormoransterben ist auf die Vogelgrippe zurückzuführen. Das hochpathogene Geflügelpestvirus sei vom Nationalen Referenzlabor auf der Insel Riems nachgewiesen worden, teilte das Agrarministerium am Freitag mit. Bislang wurden 277 tote Kormorane und 6 tote Silbermöwen geborgen, wobei bei den Kormoranen fast ausschließlich erwachsene Brutvögel betroffen sind.

Vogelgrippe für Menschen nicht ungefährlich

Durch regelmäßige Kontrollen und weiteres Aufsammeln von Kadavern versuchten der Landkreis Vorpommern-Rügen und der Naturschutzverein, die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen. „Trotz des einsetzenden Frühlings ist das Thema Vogelgrippe leider noch immer nicht abgehakt”, sagte Minister Till Backhaus (SPD). Die Seuche sei noch immer aktiv. Er forderte die Geflügelhalter auf, weiterhin aufmerksam zu bleiben, die Hygienemaßnahmen weiterhin hoch zu halten und den Hinweisen der Veterinärämter unbedingt zu folgen.

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Für Menschen sei das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Tot aufgefundene Vögel sollten aber schon aus hygienischen Gründen nicht beziehungsweise nur mit Handschuhen angefasst werden. Auch sollten Rettungsversuche vermieden werden.

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