VERGEWALTIGUNG IN PARCHIM

Mehr als 500 Männer geben Speichelproben ab

Im Februar 2019 soll eine 21-Jährige in Parchim angegriffen und vergewaltigt worden sein. Die Polizei sucht weiter nach dem Täter. Nun wurde ein zweiter Massen-Gentest durchgeführt.
dpa
In Parchim wird mit einem Gentest nach einem mutmaßlichem Vergewaltiger gesucht.
In Parchim wird mit einem Gentest nach einem mutmaßlichem Vergewaltiger gesucht. Stefan Sauer
Parchim.

Beim zweiten Massen-Gentest in Parchim hat die Polizei eine gute Resonanz erfahren. 519 Speichelproben wurden bis Samstagabend abgegeben, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin am Sonntag. Die Ermittler hoffen, über die Speichelproben des zweiten freiwilligen Tests endlich auf die Spur eines mutmaßlichen Vergewaltigers zu kommen. Die Auswertung werde mehrere Wochen in Anspruch nehmen, sagte die Sprecherin.

Die Tat hatte sich in den Abendstunden des 1. Februar 2019 in Parchim ereignet. Dabei war nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine 21-Jährige von hinten angegriffen, zu Boden gestoßen und sexuell missbraucht worden. Gefahndet wird nach einem dunkelhaarigen Mann. Eine erste Testreihe war im vorigen August ohne Treffer geblieben. Deshalb wurden nun insgesamt 724 Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, die zur Tatzeit in Parchim wohnten, schriftlich zur Abgabe einer Speichelprobe aufgefordert.

Zu einem ersten Gentest waren im August knapp 300 Männer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren eingeladen worden, die den Ermittlungen zufolge zur Tatzeit mit ihren Handys in der Funkzelle in Tatortnähe eingeloggt waren. Doch waren dem Aufruf zum freiwilligen DNA-Test nur etwa die Hälfte der dazu aufgeforderten Männer gefolgt. Einen Treffer hatte es nicht gegeben.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Parchim

Kommende Events in Parchim

zur Homepage