Corona-Pandemie

Mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene in MV

Die MV-Regierung setzt auf das 2G-Modell und hat weitere neue Corona-Regelungen fix gemacht. Das betrifft unter anderem Fußballstadien und auch bereits die Adventszeit.
Gastronomen und Veranstalter haben in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, die 2G-Regel anzuwenden.
Gastronomen und Veranstalter haben in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, die 2G-Regel anzuwenden. Swen Pförtner
Schwerin

Restaurantbetreiber oder Veranstalter können in Mecklenburg-Vorpommern die 2G-Option ziehen. Konkret bedeutet dies, dass dann nur von der Corona-Krankheit genesene oder vollständig geimpfte Gäste Einlass erhalten. Einen entsprechenden Beschluss hat am Dienstag das Landeskabinett in Schwerin verabschiedet.

Dies gelte ab Freitag, den 8. Oktober 2021. Zugang hätten zu den Events demnach nur noch Geimpfte und Genesene - in diesem Fall müssten andere Hygieneauflagen wie Abstand, Maskenpflicht oder Kontaktnachverfolgungspflichten nicht mehr beachtet werden. Laut Glawe gilt jedoch eine Anzeigepflicht beim Gesundheitsamt, falls 2G bei einer Veranstaltung gelten soll. Daneben müsse eine Zugangskontrolle sichergestellt werden. Eine Erfassung der Kontaktdaten sei empfohlen, aber nicht verpflichtend.

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2G-Regel gilt unabhängig von der Corona-Warn-Ampel

Aus Regierungskreisen hieß es, dass dieses Modell eine Option sei – kein Zwang. Gastronomen könnten beispielsweise auch das 3G-Modell wählen. In diesem Fall hätten die Gäste das Recht auf Eintritt, wenn sie entweder getestet, geimpft oder aktuell negativ getestet sind. Bei der 3G-Option allerdings müssen weiterhin Abstände gewahrt und Masken getragen werden. Letzteres würde bei der 2G-Option nicht nötig sein. Und: Die 2G-Regel gelte auch unabhängig von der Corona-Warn-Ampel.

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Was ist mit Kindern?

Kinder unter sieben Jahren sind gemäß den neuen Regelungen für 2G Geimpften und Genesenen gleichzustellen. Sie können also laut Glawe ohne Test zu den Veranstaltungen mitgenommen werden. Sieben- bis Zwölfjährige müssen hingegen einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen, dies gelte auch bis zum 16. Lebensjahr. Menschen die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können sind mit einem Schnell- oder Selbsttest zu den Veranstaltungen zugelassen.

Der Gesundheitsminister machte zudem nochmals klar, dass alle Branchen, die zur Grundversorgung gehören, kein 2G anbieten können: Hierzu gehöre beispielsweise der Einzelhandel, Friseure, Baumärkte oder Lieferdienste.

Auch die Zuschauerregeln für Kultur- und Sportveranstaltungen im Außenbereich wurden den Kabinettsbeschlüssen zufolge gelockert. Ab Freitag darf man demnach 75 Prozent der verfügbaren Plätze auslasten, das gilt auch für Fußballspiele der 2. Bundesliga.

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Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte erlaubt

Andere Veranstaltungen unter freiem Himmel wie Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte sind den Angaben zufolge zum aktuellen Zeitpunkt möglich. Es seien aber auf jeden Fall Hygienekonzepte beim Gesundheitsamt vorzulegen und Menschenansammlungen zu vermeiden; Richtschnur seien vier Quadratmeter Platz pro Person. Ob Weihnachtsmärkte in diesem Jahr stattfinden können, ist laut Glawe abhängig von der Entwicklung der Inzidenz und der Hospitalisierungen. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich.

Mit der Einführung der 2G-Option erhofft sich die Landesregierung, einen weiteren Impfanreiz zu setzen. Das Impftempo hat sich in den vergangenen Wochen auch in Mecklenburg-Vorpommern nur schleppend entwickelt. Die Impfquote beträgt im Nordosten derzeit 63,1. Zum Vergleich: Bundesdeutscher Impfmeister ist aktuell das Bundesland Bremen – dort sind 75,5 Prozent der Bürger vollständig geimpft.

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Dieser Artikel wurde am Dienstag, 5. Oktober, um mehrere Informationen ergänzt.

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