FLÄCHENPRÄMIE

Mehr Geld für den Weidetierschutz in Wolfsgebieten

Wölfe sind für viele Bauern in MV ein echtes Problem geworden, der Schutz von Schafen und Ziegen ist mitunter sehr teuer. Nun bekommen Halter mehr Geld vom Land.
dpa
Landwirte müssen in Zäune und Hütehunde investieren – und manchmal schlägt das Raubtier trotzdem zu.
Landwirte müssen in Zäune und Hütehunde investieren – und manchmal schlägt das Raubtier trotzdem zu. Klaus-Dietmar Gabbert
Schwerin.

Die Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern kommen Bauern mit Schafen und Ziegen auf der Weide teuer zu stehen: Sie müssen in Zäune und Hütehunde investieren – und manchmal schlägt das Raubtier trotzdem zu. Seit Kurzem bekommen die Schaf- und Ziegenhalter wegen ihrer Mehraufwendungen für die Wolfsabwehr mehr Geld vom Land: Die Flächenprämie wurde um 69 Euro auf 289 Euro je Hektar erhöht. 22 Schafhalter mit 860 Hektar Weideflächen nutzten die neue Möglichkeit, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte.

Minister Till Backhaus (SPD) zeigte sich optimistisch, dass es künftig noch mehr Geld für die Weidetierhalter geben könnte. Der Bundesrat habe sich jüngst für eine zusätzliche finanzielle Förderung ausgesprochen. „Es ist gut, dass die Länder meine Initiative aufgegriffen haben, die Weidetierhaltung deutlich stärker zu fördern”, erklärte Backhaus. Die Schäfer leisteten einen großen Beitrag für den Natur- und Artenschutz und für den Erhalt der Kulturlandschaft. Ihre Ertragssituation sei jedoch sehr problematisch, gerade in Wolfsgebieten.

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