Rot-Roter Small-Talk in dichter Runde: Bettina Martin, Dietmar Bartsch, Manuela Schwesig und Lars Klingbei (von links nach rec
Rot-Roter Small-Talk in dichter Runde: Bettina Martin, Dietmar Bartsch, Manuela Schwesig und Lars Klingbei (von links nach rechts). Christoph Soeder
Landesvertretung MV

Mehrere Corona-Infektionen nach Schwesigs Sommerfest

Ein lauer Abend mit Small-Talk und Getränken: Beim Sommerfest der MV-Regierung in der Landesvertretung in Berlin vergnügten sich 800 Gäste. Doch es gab auch einen ungebetenen Gast.
Berlin

Fest verankert im Terminkalender jedes Politikers, der auf sich etwas hält und vermeintlich wichtig ist, sind die Sommerfeste der 16 Landesvertretungen in Berlin. Fast allabendlich treffen sich in den Sommerwochen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in den zumeist in den besten Lagen der Hauptstadt verorteten Landesvertretungen – feudal und gediegen wird geschlemmt, getrunken und getalkt.

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So auch beim Fest der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns am vergangenen Montag. Das gesamte Landeskabinett war von Schwerin nach Berlin gereist, genoss den Abend gemeinsam mit SPD-Parteichef Lars Klingbeil oder Linken-Fraktionschef Ditmar Bartsch und vielen anderen Promis beziehungsweise vermeintlichen Promis.

Prominent aber weniger gern gesehen ist dagegen das Coronavirus. Doch genau das grassierte offenbar am vergangenen Montag in der Landesvertretung. Erster prominenter Ausfall war Wissenschaftsministerin Bettina Martin – die SPD-Politikerin meldete sich am Freitag mit Corona ab.

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Zu Wochenbeginn grassierten in Schwerin dann Meldungen und Gerüchte, viele Ministeriumsmitarbeiter und auch Journalisten, die in Berlin zu Gast gewesen seien, hätten sich mit Corona infiziert. Dazu hätten etliche Gäste ein erhöhtes Risiko auf ihrer Corona-Warn-App für den vergangenen Montag angezeigt bekommen.

Und das alles beim Sommerfest eines Bundeslandes, das in der Corona-Pandemie fast durchweg die strengsten Corona-Regeln hat. Auf die vermehrten Infektionen im Anschluss an das Sommerfest sagte ein Regierungssprecher gegenüber dem Nordkurier: "Wir haben keine offiziellen Zahlen - hatten unsere Gäste im Vorfeld des Sommerfestes aber alle gebeten, sich möglichst noch zu testen."

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