BLITZEIS UND SCHNEE

Mehrere schwere Unfälle bei Glätte in Mecklenburg-Vorpommern

Plötzlicher Schneefall und Frost haben in der Nacht zu diversen Unfällen geführt. Es gibt einen Toten, mehrere Verletzte und einen hohen Blechschaden. Die Winterdienste sind im Dauereinsatz.
Auf der A19 verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen mit Holzstämmen beladenen 40-Tonner.
Auf der A19 verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen mit Holzstämmen beladenen 40-Tonner. Michael Brockmöller
Röbel.

Am Montagabend ereigneten sich innerhalb weniger Minuten gleich sechs zum Teil schwere Glätteunfälle auf den Autobahnen A19 und A24. Dabei wurden mehrere Personen verletzt wie die Autobahnpolizei Walsleben in der Nacht mitteilte. So verunglückte am späten Abend auf der A19 zwischen Röbel und Wittstock ein mit Holzstämmen beladener 40-Tonner als der Fahrer bei Blitzeis die Kontrolle verloren hatte. Die schweren Baumstämme verteilten sich über die gesamte Fahrbahn. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Bütow und Röbel.

Nur wenige Augenblicke später verunglückte in Höhe der Unfallstelle ein weiterer Lkw auf der Gegenfahrbahn in Richtung Rostock. Der mit Volvo-Ersatzteilen beladene 40-Tonner kam auf eisglatter Fahrbahn ins Rutschen und stürzte neben der Fahrbahn auf die Seite. Beide Fahrer der Lkw blieben unverletzt. Die Bundesautobahn musste in beide Richtungen mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Ebenfalls in der Nacht verunglückte ein weiteres Fahrzeug auf der A24 in Höhe Meyenburg. Auch hier war Blitzeis die Unfallursache. Ein weiterer Unfall ereignete sich auf der A24 bei Herzsprung.

Zehn Unfälle im Westen Mecklenburg-Vorpommerns

Kurzfristig einsetzender Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt ließen unzählige Fahrbahnen in Mecklenburg-Vorpommern spiegelglatt werden. Allein das Polizeipräsidium Rostock hat bis 4 Uhr am Mittwochmorgen zehn Verkehrsunfälle registriert. Oft sei Glätte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache gewesen, so ein Sprecher in einer Unfallbilanz. Zwei Personen seien dabei schwer und eine Person leicht verletzt worden. Es entstand insgesamt ein Sachschaden von rund 120.000 Euro.

Ein Unfall ereignete sich auf der B105 am Ortsausgang von Grevesmühlen. Dort verlor ein 31-jähriger LKW-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in den Straßengraben. Der Mann wurde schwer verletzt und war in seinem LKW eingeklemmt. Bei der Bergung kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Die Straße war sechs Stunden gesperrt. Allein bei diesem Unfall beliefe sich der Schaden auf 50.000 Euro, so die Polizei.

In Neustadt-Glewe kam die Fahrerin (58) mit ihrem Auto von der Straße ab, fuhr in die Seitenböschung und überschlug sich dort. Sie wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden liegt bei 7.000 Euro.

Bei einem weiteren Unfall auf der A19, diesmal auf Höhe der Anschlussstelle Kavelstorf, zog sich ein 27-jähriger Autofahrer leichte Verletzungen zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Er kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Am Auto entstand ein Schaden von 10.000 Euro. Die Autobahn war an dieser Stelle in Fahrtrichtung Rostock zeitweise gesperrt.

18-Jähriger stirbt bei Unfall

In der Nähe von Grimmen ist am Montagabend ein 18-jähriger Autofahrer bei einem Unfall auf glatter Straße gestorben. Er verlor die Kontrolle über sein Auto und fuhr gegen einen Baum. Laut Polizei war er zu schnell unterwegs.

Winterdienste seien die die ganze Nacht im Dauereinsatz gewesen, so der Polizeisprecher. Die Polizei weise in diesem Zusammenhang wiederholt und eindringlich auf eine angepasste Fahrweise bei winterlichen Straßenverhältnissen hin, heißt es.

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