TIERVERSUCHE

Mehrere zehntausend Tiere zu Versuchszwecken eingesetzt

Nach Behördenangaben sind im vorigen Jahr 75 Tierversuche genehmigt worden. Versuchstiere waren demnach Mäuse, Ratten, Fledermäuse, Fische und Kaninchen.
dpa
Die größten Tiergruppen, die für Versuche genutzt wurden, waren Fische und Mäuse.
Die größten Tiergruppen, die für Versuche genutzt wurden, waren Fische und Mäuse. Hubert Link
Rostock.

Die Tierversuchskommission in Mecklenburg-Vorpommern wird vergrößert: Ende Februar sollen zwei Mitglieder neu berufen werden. Dann würden zwölf Ehrenamtler das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) in Rostock als Genehmigungsbehörde für Tierversuche beraten. Wie eine Sprecherin des Lallf am Dienstag betonte, gibt es im Land keine Versuche mit Primaten. Versuchstiere sind demnach Mäuse, Ratten, Fledermäuse, Fische und Kaninchen.

Genehmigt wurden nach Angaben des Landesamtes im vorigen Jahr 75 Tierversuche, 2017 waren es 68. 2016 gab es 80 Versuche, 2015 waren es 64. Jährlich dienen mehrere zehntausend Tiere Versuchszwecken. Nach früheren Angaben waren 2017 mehr als 90.000 Tiere betroffen. Die größten Gruppen waren Fische und Mäuse mit 63.000 beziehungsweise 22.000 Inidviduen. Das übergeordnete Ziel aller Tierversuche heiße Wissenszuwachs, teilte das Lallf mit.

Auch das Fangen von Vögeln kann als genehmigungspflichtiger Tierversuch gelten

Es gehe um Tumorerkrankungen der Haut oder der Niere des Menschen oder um Parkinson. Ein anderer Bereich sei die Optimierung von Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Tiere. Auch dies zähle zu Tierversuchen. Zudem gibt es Untersuchungen des Verhaltens auch von wilden Tieren in bestimmten Lebensräumen, etwa von Kranichen, Dorschen und anderen Fischarten. Werden Vögel beringt oder besendert und ein zweites Mal eingefangen, sei dies auch ein genehmigungspflichtiger Tierversuch.

Tierversuche werden unter anderem an den Universitäten, im Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, an der Landesforschungsanstalt in Dummerstorf und im Friedrich-Loeffler-Institut durchgeführt.

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