Der Mann sitzt in U-Haft.
Der Mann sitzt in U-Haft. Jinga Ion
Gewalttat

Messerangriff in Stralsund – Polizei ermittelt wegen Mordversuch

Ein 24-Jähriger hat in Stralsund zwei Menschen mit einem Messer angegriffen. Eine Heckenschere und mutige Zeugen verhinderten Schlimmeres. Der Mann sitzt in U-Haft.
Stralsund

Ein 24-jähriger Mann soll am Sonntag in Stralsund versucht haben, zwei Menschen mit einem Messer anzugreifen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll es sich um versuchten Mord gehandelt haben. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Es gebe laut Polizei Hinweise auf eine psychische Erkrankung.

Frau wehrte sich mit Heckenschere

Demnach habe der 24-jährige syrische Tatverdächtige zwischen der Hochschule und dem Klinikum in Stralsund unvermittelt einen 29-jährigen Deutschen von hinten angegriffen. Während die beiden Männer miteinander rangen, wurde ein Jogger auf sie aufmerksam. Er schrie den mutmaßlichen Täter immer wieder an. Der floh Richtung Hochschule. Allerdings verletzte er den 29-Jährigen mit dem Messer. Nach einer ambulanten Behandlung konnte der Mann das Krankenhaus aber wieder verlassen.

Weitere Zeugen, der Jogger und das Opfer konnten der herbeigerufenen Polizei eine Personenbeschreibung geben. Bevor die Polizeibeamten den mutmaßlichen Täter auf dem Fußweg in der Nähe der Hochschule stellen konnten, griff der Mann aber erneut an; diesmal eine 53-jährige Frau. Der Mann wollte sie ebenfalls mit einem Messer angreifen. Allerdings holte die Frau eine Heckenschere aus ihrer Handtasche und schrie den Täter an, der wiederum floh.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Mehrere Streifenwagenbesatzungen konnten ihn dann bei der Fachhochschule stellen. Dabei leistete er Widerstand. Die Beamten setzten Reizgas ein und stellten das Messer sicher. Im Polizeihauptrevier verlief dann noch ein Drogenvortest positiv. Beim Blutabnehmen leistete er erneut Widerstand. Wieder setzten die Polizisten Reizgas und körperliche Gewalt ein.

Bisher vernahm die Polizei mehrere Zeugen, die beiden Geschädigten und den Tatverdächtigen. Zudem sicherten die Beamten Spuren am Tatort und durchsuchten die Wohnung des Beschuldigten. Es ist kein Motiv für diese Tat ersichtlich, so die Polizei. Jedoch lägen Hinweise auf eine psychische Erkrankung vor. Die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Anklam haben die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes übernommen.

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