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In der Produktion verlieren laut Unternehmen derzeit Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, etwa in der Rostocker Neptun-Werft, die mit rund 600 Mitarbeitern zu Meyer gehört. Jens Büttner
50 Arbeitsplätze

Meyer-Gruppe will in Rostock Spezialschiffe entwickeln

Nachdem im Mai die Streichung von 180 Schiffbauer-Stellen auf der Rostocker Neptun-Werft angekündigt wurde, sollen nun Ingenieure eingestellt werden.
dpa
Rostock

Die Meyer-Gruppe will künftig in Rostock Spezialschiffe entwickeln und dafür ein neues Kompetenzzentrum schaffen. Zunächst wolle man etwa 50 Ingenieure einstellen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Ein weiterer Ausbau sei geplant. Das Zentrum solle innovative Lösungen für den Schiffbau entwickeln, etwa klimafreundliche Antriebe.

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In der Produktion verlieren laut Unternehmen derzeit Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, etwa in der Rostocker Neptun-Werft, die mit rund 600 Mitarbeitern zu Meyer gehört. Sie hatte Ende Mai den Wegfall von bis zu 180 Stellen angekündigt. Grund sei die Corona-Krise. Gleichzeitig haben Ingenieure laut Unternehmen durch Einzelaufträge mehr zu tun.

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„Diese Entscheidung stärkt den maritimen Standort Rostock und damit Mecklenburg-Vorpommern insgesamt”, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die am Donnerstagabend die Neptun-Werft zusammen mit Harry Glawe (CDU) besuchte. Der Landeswirtschaftsminister teilte mit: „Das Unternehmen setzt mit dem Kompetenzzentrum einen bewussten Lichtstreif am Horizont für den besonders durch die Corona-Pandemie gebeutelten Passagierschiffbau.”

EU-Fördermittel im dreistelligen Millionenbereich seit 2014 eingesetzt

Ziel müsse es sein, dass die Entwicklungsarbeit auch zu Produktion im Land führe. Das Wirtschaftsministerium sieht auch Chancen für Förderungen von Projekten. Es verwies auf EU-Gelder im dreistelligen Millionenbereich, die seit 2014 für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation eingesetzt worden seien.

Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) begrüßte die Ankündigung der Meyer-Gruppe ebenfalls und verwies auf die Standortvorteile, etwa die Unternehmen am Ort, die Standorte der Fraunhofer-Gesellschaft, die Universität Rostock und den Überseehafen.

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