Laut Gesetz soll ab 2026 für jeden Erstklässler ein Hortplatz garantiert werden. Um das Ziel zu erreichen, investier
Laut Gesetz soll ab 2026 für jeden Erstklässler ein Hortplatz garantiert werden. Um das Ziel zu erreichen, investiert MV Millionen. Bernd Wüstneck / Archiv
Bildung

Millionen für die Ganztagsbetreuung von Grundschülern in MV

Laut Gesetz soll ab 2026 für jeden Erstklässler ein Hortplatz garantiert werden. Um das Ziel zu erreichen, investiert MV Millionen.
Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern investiert in den Ausbau der Ganztagsbetreuung von Grundschülern in den kommenden Jahren 64,5 Millionen Euro. Mit der Schaffung weiterer Hortplätze soll sichergestellt werden, dass der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung bis spätestens 2030 und damit fristgerecht umgesetzt wird.

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Wie Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) am Freitag in Schwerin mitteilte, erhält das Land dafür vom Bund Fördermittel in Höhe von 54,5 Millionen Euro, hinzu kämen 10 Millionen Euro an eigenen Mitteln. Dem Gesetz zufolge soll ab 2026 zunächst für jeden Erstklässler ein Hortplatz garantiert werden, in den Folgejahren auch für Schüler der Stufen zwei, drei und vier.

10.000 zusätzliche Hortplätze

Laut Oldenburg wird kontinuierlich an der Schaffung der erforderlichen Plätze gearbeitet. „In den vergangenen Jahren haben die Landkreise und kreisfreien Städte mit Hilfe von Landes- und Bundesmitteln mehr als 10.000 zusätzliche Hortplätze geschaffen. Das ist ein Anstieg um mehr als 20 Prozent”, teilte Oldenburg mit.

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Laut Statistikamt besuchen in Mecklenburg-Vorpommern etwa 56.000 Kinder die Grundschule. Nach Angaben des Ministeriums gibt es für rund 50.000 bereits Hortplätze. Damit liege Mecklenburg-Vorpommern im Ländervergleich weit vorn, hieß es. Kritik gibt es aber regelmäßig am Fehlen von Personal und den damit oft großen Gruppen.

Berufsbegleitende Erzieherausbildung soll kommen

Das Land setze alles daran, den weiter wachsenden Fachkräftebedarf zu decken. „Ab kommendem Jahr gibt es neben der verbesserten Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher für 0- bis 10-Jährige auch die Möglichkeit der berufsbegleitenden Erzieherausbildung”, kündigte die Ministerin an.

Dafür stelle die Landesregierung über mehrere Jahre hinweg insgesamt 13 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 2017 hätten mehr als 8000 Absolventinnen und Absolventen ihre Ausbildung als pädagogische Fachkraft abgeschlossen, darunter 3400 Erzieherinnen und Erzieher.

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