QUARANTÄNE FÜR KOLLEGEN

Mitarbeiterin im MV-Bildungsministerium hat Corona

Eine Mitarbeiterin des Bildungsministeriums MV ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zuvor soll sie noch trotz Fierbersymptomen zur Arbeit gegangen sein.
Eine Mitarbeiterin des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern ist mit dem Coronavirus infiziert. Mehrere Kollegen sind in
Eine Mitarbeiterin des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern ist mit dem Coronavirus infiziert. Mehrere Kollegen sind in Quarantäne. (Symbolbild) Hendrik Schmidt
Schwerin.

Eine Mitarbeiterin des Bildungsministeriums in Schwerin ist mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte ein Sprecher dem Nordkurier. Sie soll sich im Zusammenhang mit der Baby-Begrüßungsparty bei Hagenow angesteckt haben, in deren Zusammenhang bisher 18 Corona-Infektionen gemeldet worden sind. Drei Kollegen in der Schulabteilung des Bildungsministeriums sind nun in häuslicher Quarantäne.

Chef-Etage ebenfalls von Quarantäne betroffen

Die Mitarbeiterin soll Medienberichten zufolge trotz Fieber-Symptomen zur Arbeit gegangen sein und habe erst auf Nachfrage einen Corona-Test machen lassen, der positiv ausfiel. 

Ein Sprecher des Bildungsministeriums bestätigte auf Nordkurier-Anfrage, dass vier Mitarbeiter in Quarantäne seien, darunter eine Frau, die Kontakt zu einem der Gäste der Baby-Begrüßungsparty hatte. Diese sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Die anderen drei befinden sich in Quarantäne und sind voll dienstfähig in Homeoffice", so der Sprecher. Unter ihnen seien die Landes-Schulrätin und der Leiter der Schulabteilung. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD), die letzte Woche Termine mit der Landes-Schulrätin hatte bezüglich der Corona-Maßnahmen nach den Sommerferien, soll nicht zu den Personen gehören.

 

Eine größere Testaktion wie nach einer Trauerfeier in Parchim, an der möglicherweise ein Infizierter teilgenommen hatte, gab es nach dem Corona-Fall im Bildungsministerium nach Worten des Sprechers bislang nicht. Nach der Trauerfeier waren am Dienstag in Parchim vorsorglich mehr als 100 Teilnehmer und Kontaktpersonen getestet worden. Die Ergebnisse wurden für Mittwoch erwartet. Dabei war unklar, ob die infizierte Person überhaupt teilgenommen hatte oder nicht. Darüber gebe es unterschiedliche Aussagen, hatte ein Sprecher des Landkreises gesagt.

Fast 200 Kontaktpersonen im Zusammenhang mit Baby-Begrüßungsparty

Mittlerweile sind fast 200 Kontaktpersonen der Partygäste von der Baby-Begrüßugsparty bei Hagenow ermittelt und in häusliche Quarantäne versetzt worden. Damit aber ist die Infektionskette offenbar noch lange nicht vollständig: Noch immer arbeiten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes daran, mögliche weitere Kontaktpersonen zu registrieren.

Auch bei der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft gibt es einen Corona-Verdacht.

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Kommentare (5)

Prima! Hoffentlich trifft es nur das Schulministerium, und nicht die Schulen.
Wenn es denn so stimmt wie es hier steht (Betroffene haben oft eine andere Sichtweise…) wärs eine grobe Fahrlässigkeit. Teilnahme an einem bekannten Hotspot, Ignorieren von Symptomen… das sind ein paar Fehler zu viel.

Vorbildliche Arbeitnehmerin. Geht auch bei Krankheit zur Arbeit und erhöht die Ansteckungsgefahr. Bewundere ich seit über 30 Jahren, dass es soviele Deutsche gibt, die sowas durchziehen.

Oh ja, wie ich diese Kollegen liebe. Scheint im Osten eine ernsthafte Krankheit zu sein, bei Krankheitssymptome arbeiten zu gehen...ich nennen es eigentlich Dämlichkeit...

Fahrlässige Körperverletzung wegen Unendbehrlichkeit. So etwas einzudämmen, liegt per Arbeitsschutzgesetz in der Verantwortung des Arbeitnehmers, als auch des Arbeitgebers.

geht das schon in Ordnung. Gute Besserung! Zumindest haben wir jetzt eine Erklärung für den Unsinn, der aus den Gemäuern dieses Ministeriums kommt.