CORONAVIRUS

Corona-Ferien könnten für manche Schüler bis zum Sommer dauern

Viele hatten die Hoffnung, dass alle Schüler in MV zumindest vor den Sommerferien wieder in den Schulen unterrichtet werden könnten. Die Bildungsministerin dämpfte nun diese Erwartungen.
dpa
Der Schulbetrieb soll nach und nach wieder aufgenommen werden – normalisieren wird er sich in den nächsten Monaten
Der Schulbetrieb soll nach und nach wieder aufgenommen werden – normalisieren wird er sich in den nächsten Monaten aber kaum. Jens Büttner
Schwerin ·

Bis zu den Sommerferien werden wohl nicht alle Schüler in Mecklenburg-Vorpommern noch einmal in die Schule kommen. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) dämpfte am Freitag in einem Live-Chat der „Schweriner Volkszeitung” entsprechende Erwartungen. „Ich kann es nicht garantieren, dass alle Schülerinnen und Schüler in diesem Halbjahr in die Schule kommen und Präsenzunterricht haben”, sagte sie. Es würden mehr Räume benötigt, um aus Gründen des Infektionsschutzes Klassen zu teilen. Für die Klassentrennung seien zudem mehr Lehrer nötig.

Mehr lesen: Lockerung der Corona-Verbote – Was sich nun alles in MV ändert

Schulen im Ausnahmezustand

Martin sieht die Schulen weiter im Ausnahmezustand. „In den nächsten Monaten wird es keine normale Schule geben, wie wir es von früher kennen”, sagte sie. Es werde weniger Unterricht und weniger Fächer geben. Wer nicht in die Schule könne, werde weiterhin digital unterrichtet. Möglicherweise werde auch das neue Schuljahr unter besonderen Umständen starten, wenn das Coronavirus bis dahin nicht besiegt sei. „Wir werden das Beste draus machen und vielleicht auch ein paar Dinge ausprobieren können in dieser ungewöhnlichen Situation”, sagte die Ministerin.

Mehr lesen: Bei der Lockerung der Corona-Regeln eilt MV anderen Ländern voraus. AfD und Linke haben Zweifel daran, ob das gut geht. Die Maßnahmen seien „willkürlich”.

Am 27. April sollen die ersten Schüler in MV in die Schulen zurückkehren. Zuerst sollen es die Abschlussklassen an den Gymnasien, Regionalen und Berufsschulen sein. Am 4. Mai soll dann auch der Präsenzunterricht für die 11. Klassen an den Gymnasien und für die 9. Klassen an den Regionalen Schulen wieder beginnen. Diese Schüler müssen im kommenden Jahr ihre Abschlussprüfungen ablegen. Außerdem sollen die 4. Klassen der Grundschulen wieder zur Schule gehen, weil bei ihnen der Übergang in die weiterführende Schule anstehe. Alle weiteren Schritte sind noch offen.

Mehr lesen: Darum haben Coronaviren in MV schlechte Karten

Vollbildanzeige

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage

Kommentare (5)

liebe Zugezogene, Ihre Meinung mag ja vielleicht stimmen und für den ein oder anderen anwendbar sein aber nicht für die meisten Schüler. Wie stellen Sie sich dann die Beschulung der Kinder im einzelnen vor? Der Eine bekommt den Untericht via Laptop und der Andere an der Kreidetafel? Wie soll es funktionieren das beide Schüler dasselbe zur gleichen Zeit lernen? Auch die Zugangsbedingungen via Internet sind im ländlichen Raum erbärmlich. Und für die Sorgeberechtigten wird dies ein sehr großes Erlebnis sein den Lernerfolg der Kinder zu überwachen. Viele müssen arbeiten und haben kaum Zeit das zu überwachen. Dafür haben wir die Schule.
Erst denken und dann tippen.

Schönen Dank Nordkurier für diese "tolle" Überschrift. Schon Mal daran gedacht, dass sowohl Schüler (zumindest viele) als auch Lehrer keine Ferien haben?!? Toll wie immer wieder die Arbeit von Lehrern und Schülern herabgewürdigt wird. Es ist echt unfassbar. Für alle Parteien ist es eine neue, herausfordernde Situation. Das heißt, dass es auch im Hintergrund eine Menge Arbeit bedeutet. Aber das sieht wie so oft keiner. Daher auch so ein toller Vorschlag Ferien zu kürzen. Grandios! Ich glaube, dass sich die meisten Schüler die Sommerferien verdient haben.

Und zum Thema Home-schooling:
@clubcola: erst denken dann tippen sollte man auch selbst beachten. Zugezogene hat nur gesagt, dass sie die Möglichkeit gut fände und es nicht als Pflicht für alle will. Es geht ihr darum einigen Schülern in bestimmten Situationen diese Option anzubieten. Diese wäre bspw. für Zirkuskinder eine Alternative, als in jedem Ort für kurze Zeit in eine neue Schule zu gehen.

Da kann man kaum noch was sagen. Die Überschrift ist ein Witz und die Menge der Schulaufgaben für meine Tochter hat mit Ferien wirklich nicht viel zu tun! Aber so wie schon gesagt...der Nordkurier prägt hier Begriffe, die äußerst unangebracht sind.

Mhmm Rehna hat echt eine schöne Schule

die Frage stellen, ob dieses Jahr überhaupt eingeschult werden darf.
Mittlerweile ist ja alles untersagt und verboten. Die Aufgabenverteilung über die Schulcloud hier in Brandenburg funktioniert gut.
Allerdings ist die Vermittlung von neuem Lernstoff durch die Eltern alleine, m. E. nach nicht 100% zu gewährleisten.
Homeschooling als Alternative ist denkbar, jedoch nur mit der nötigen Infrastruktur.
Und da ist der Haken.... Willkommen in Deutschland!