WARNUNG

Multiresistenter Keim MRSA an Kita in Greifswald aufgetreten

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald meldet den Ausbruch eines multiresistenten Keims (MRSA) an einer Kita in Greifswald. Gut 200 Eltern wurden informiert.
Der Keim wurde bei einer Kita-Erzieherin nachgewiesen.
Der Keim wurde bei einer Kita-Erzieherin nachgewiesen. Monika Skolimowska (Symbolfoto)
Greifswald.

Gesundheits-Alarm im Landkreis Vorpommern-Greifswald: Wie die Kreisverwaltung am Dienstagmittag mitteilte, ist an einer Kita ein multiresistenter Keim (MRSA) nachgewiesen worden. Nach Nordkurier-Informationen handelt es sich um eine Einrichtung in Greifswald.

Betroffen sei eine Erzieherin, bei der der Keim bereits vor 14 Tagen ausgebrochen sei. Weitere Infizierte seien bislang nicht bekannt. Der Fall sei dem Gesundheitsamt erst am Montag mitgeteilt worden. Es handelt sich um den Integrativen Hort Kunterbunt am Volksstadion.

Gut 200 Eltern wurden angeschrieben

Das Gesundheitsamt des Kreises habe inzwischen die gut 200 Eltern angeschrieben und über den Fall informiert. Außerdem sei die Einrichtung desinfiziert worden. „Da die Erkrankung in einer Gemeinschaftseinrichtung (Hort) aufgetreten ist und über Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragbar ist, wurden alle Eltern (216) der den Hort besuchenden Kinder schriftlich durch das Gesundheitsamt über das Auftreten dieser Erkrankung informiert”, hieß es in einer Presseerklärung der Kreisverwaltung.

Die Eltern seien gebten worden, bei ihren Kindern auf Symptome zuachten. Der Keim verursache „vordergründig eitrige Haut und Weichteilinfektionen.” Weiter hieß es aus der Kreisverwaltung: „Bis zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich um eine Einzelerkrankung. Die Maßnahme des Gesundheitsamtes war notwendig, um eventuell auftretende Zweiterkrankungen schnellstens zu erkennen und einer optimalen Therapie zuzuführen. Eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht zum jetzigen Zeitpunkt nicht.”

Kreisverwaltung will Gerüchte vermeiden

Geschlossen wurde die Einrichtung daher auch nicht. Dass man mit dem Fall überhaupt an die Öffentlichkeit gehe, diene lediglich dazu, Gerüchte zu vermeiden, hieß es von der Kreisverwaltung.

Die Behörde stellte auf Anfrage auch klar: Es handelte sich nicht um denselben Erreger, der vor einigen Wochen für Probleme an mehreren Kliniken in Vorpommern gesorgt hatte. Gegen multiresistente Keime greifen die üblichen Antibiotika nicht, weshalb sie schlecht behandelt werden können – bei geschwächten Patienten können Todesfälle die Folge sein. Im Falle der Klinik-Keime hatten aber spezielle Reserve-Antibiotika gegriffen. Auch der betroffenen Kita-Erzieherin geht es inzwischen besser.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Greifswald

Kommende Events in Greifswald (Anzeige)

zur Homepage