Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung kamen die Ermittler zwei Männern im Alter von 22 und 23 Jahren auf die Spur.
Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung kamen die Ermittler zwei Männern im Alter von 22 und 23 Jahren auf die Spur.
Totes Kind verhöhnt

Nach Hakenkreuz-Schmierereien in Schönberg mögliche Täter gefasst

Ein syrisches Kind ist bei einem Unfall in Schönberg gestorben, am Unglücksort tauchten Hakenkreuze auf. Die Ermittler haben nun zwei Tatverdächtige gefasst.
Schönberg

In der westmecklenburgischen Kleinstadt Schönberg ist im Juni ein neun Jahre alter Junge aus Syrien von einem Traktor erfasst worden und einige Tage später im Krankenhaus gestorben. In unmittelbarer Nähe der Unfallstelle wurde Anfang Juli ein Hakenkreuz auf den Gehweg gesprüht, ein zweites tauchte Ende Juli auf, versehen mit dem Zusatz „1:0“.

Die Polizei hat nun die möglichlichen Täter gefasst. Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung kamen die Ermittler den zwei Männern im Alter von 22 und 23 Jahren auf die Spur. Die Ermittler gehen von einem fremdenfeindlichen Motiv der beiden Verdächtigen aus dem Ort aus, deren Wohnungen bereits am Donnerstag durchsucht worden waren. Die Aktion habe zwar nicht zum Auffinden der Sprühfarbe geführt, der Tatverdacht bestehe aufgrund der weiteren Ermittlungsergebnisse jedoch nach wie vor, teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin am Montag mit. Beide Männer haben den Angaben zufolge eine deutsche Staatsangehöhrigkeit.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte nach Bekanntwerden erschüttert auf die Schmierereien reagiert. „Das ist eine widerwärtige Tat. Es gibt nichts Schlimmeres, als das eigene Kind zu verlieren”, sagte sie dem Nordkurier. „Ich bin entsetzt, wie man so hasserfüllt sein kann. Es muss alles getan werden, um den Täter zu finden.” Weil ein politischer Hintergrund vermutet wird, ermittelt der Staatsschutz.

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