Haftbefehl erlassen

Mutmaßlicher Internet-Ehebetrüger aufgeflogen

Über Monate hinweg soll der Verdächtige mindestens sieben Frauen betrogen haben. Eine davon kommt aus der Region Rostock.
dpa
Der mutmaßliche Betrüger soll via Internet Kontakt zu Frauen aufgenommen haben.
Der mutmaßliche Betrüger soll via Internet Kontakt zu Frauen aufgenommen haben. Karl-Josef Hildenbrand
Rostock

Polizei und Staatsanwaltschaft in Rostock haben einen mutmaßlichen Betrüger, der via Internet und sozialen Netzwerken Kontakt zu Frauen suchte, auffliegen lassen. Gegen den 44 Jahre alten Mann aus Lübeck wurde am Donnerstag Haftbefehl wegen Verdacht gewerbsmäßigen Betruges unter Vortäuschung von falschen Identitäten erlassen, wie die Staatsanwaltschaft Rostock mitteilte.

Der Verdächtige soll über Monate hinweg mindestens sieben Frauen aus mehreren Bundesländern betrogen haben. Diese Art von Kriminalität werde als „Love Scammer” bezeichnet.

Verdächtiger hat Frauen um 100.000 Euro betrogen

Dabei suchen Täter im Internet nach Bekanntschaften, überwiegend in sozialen Netzwerken. Sie träten meist als amerikanische Offiziere oder Ärzte mit „geheimem” Auslandsaufenthalt auf und verlangen im Zuge von Eheversprechen Geld oder Geschenke.

Treffen werden dann kurz vorher oft abgesagt. Der Mann soll eine Frau aus der Region Rostock um 18.000 Euro betrogen haben. Insgesamt habe er Frauen in sieben Fällen um rund 100.000 Euro erleichtert, berichtete NDR 1 Radio MV.

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