TOTE IN SCHWERIN

Mutmaßlicher Mörder laut Gutachter schuldfähig

Im September wurde eine Rentnerin in Schwerin getötet, nachdem sie einen Einbrecher überrascht hatte. Nun äußerte sich ein Gutachter – doch die Verteidigung widerspricht.
dpa
Im Fall eines Raubmords in Schwerin hat sich vor dem Landgericht am Freitag ein Psychiater geäußert.
Im Fall eines Raubmords in Schwerin hat sich vor dem Landgericht am Freitag ein Psychiater geäußert. Jens Büttner
Schwerin.

Der mutmaßliche Mörder einer Schweriner Rentnerin ist nach Ansicht eines psychiatrischen Gutachters schuldfähig. Er habe nichts gefunden, das dafür spreche, dass der 24-jährige Mann aus Schwerin während der Tat beeinträchtigt war, sagte der Psychiater am Freitag vor dem Landgericht Schwerin. Er bezweifelte auch, dass der Angeklagte drogenabhängig ist.

Der Verteidiger des Angeklagten zog die Schlussfolgerungen des Psychiaters in Zweifel und beantragte ein zweites Gutachten. Darüber will das Gericht am nächsten Verhandlungstag entscheiden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord und Raub vor. Er hatte im Laufe des Prozesses gestanden, Anfang September 2018 eine 85-jährige Frau in ihrem Haus am Stadtrand von Schwerin getötet zu haben, als sie ihn während eines Einbruchs überraschte. Der Mann soll das Haus der alten Dame nach Wertsachen durchwühlt haben, um seinen Drogenkonsum zu finanzieren.

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