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Stillen in der Öffentlichkeit verboten

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Mutter muss ihr Baby hungern lassen

Stillende Mütter sind nicht überall gern gesehen.
Stillende Mütter sind nicht überall gern gesehen.
Patrick Pleul

Dem Kind im Restaurant, Park oder in der Bahn die Brust geben? Das ist bei vielen verpönt. Eine Leserin wandte sich mit ihrer Geschichte an uns. Was halten Sie von diesem Thema? Diskutieren Sie mit uns!

Eigentlich wollte die junge Mutter nur gemütlich einen Kaffee trinken. Im Restaurant wurde sie mit ihrem Baby auch nett begrüßt. Ob man ihrem Kind auch was Gutes tun könne, fragte man sie. Als ihr Baby jedoch Hunger bekam und sie es stillen wollte, hatte die Freundlichkeit ein Ende.

Man sagte ihr, dass es nicht erwünscht sei, dass sie ihrem Kind mitten im Café die Brust gibt. Sie könne in einen Wickelraum auf der anderen Straßenseite gehen. Die junge Frau ärgerte sich sehr, dass sie ihr hungriges Kind anziehen und gehen musste. Solch ein Wickelraum habe zudem immer einen Toilettencharakter, sagt sie. Und auf einer Toilette solle ihr Baby nicht essen müssen.

Fehlende Toleranz

Ein Problem, das auch Kathrin Herold bekannt ist. Sie ist Beauftragte für Stillen und Ernährung im Landeshebammenverband Mecklenburg-Vorpommern. "Das passiert immer wieder", sagt sie. Nicht nur das Personal in Restaurant störe sich an stillenden Müttern, auch Passanten im Park würden die Frauen diskriminieren. Ihrer Meinung nach liegt das an der fehlenden Toleranz der Menschen. Stillende Mütter sollten sich nicht in speziellen Räumen verstecken müssen.

"Es geht ihnen ja nicht darum, ihre Brüste zu präsentieren", stellt die Hebamme klar. "Sie wollen ihr Kind füttern." Ein Aufkleber mit einem Piktogramm, das eine stillende Mutter auf blauem Hintergrund zeigt, soll Müttern die Suche nach babyfreundlichen Orten erleichtern. "Diesen Aufkleber kann jeder erhalten und dort anbringen, wo stillende Frauen erwünscht sind."

Was denken Sie über dieses Thema? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Kommentare (1)

Einfach traurig, kein Tier würde irgendwo anders hingehen um ungestört sein Junges zu stillen und kein Anstoß zu sein. Wir Menschen denken zu viel-