MESSERATTACKE AUF BABY

Mutter schildert Details zur Bluttat in Rostock

Nachdem ein 40-Jähriger in Rostock auf ein Baby eingestochen und es lebensgefährlich verletzt hat, haben Ermittler die Mutter des Kindes vernommen. Die 18-Jährige durchlebte einen Albtraum.
dpa
In Rostock wurde ein Baby von einem Mann lebensgefährlich verletzt (Archivbild).
In Rostock wurde ein Baby von einem Mann lebensgefährlich verletzt (Archivbild). Stefan Tretropp
Der Mann stürzte nach dem Messerangriff vom Balkon.
Der Mann stürzte nach dem Messerangriff vom Balkon. Stefan Tretropp
Rostock.

Gut zwei Wochen nach der Messerattacke eines Mannes auf ein Baby in Rostock konnte nun die junge Mutter des Säuglings vernommen werden. Dabei habe sich der bisher angenommene Tathergang bestätigt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Demnach habe der 40 Jahre alte Täter in der Wohnung der 18-Jährigen mit seinem neun Jahre alten Sohn gespielt, bis er unvermittelt begonnen habe sich komisch zu verhalten. Dabei sollen auch Drogen im Spiel gewesen sein, das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung stehe jedoch weiterhin aus.

Offenbar fühlte sich der Mann, der den Sohn mit der Mutter der 18-Jährigen hatte, verfolgt, begann herumzuschreien und verbarrikadierte die Wohnung. Noch bevor Polizisten eintrafen, habe er gedroht alle umzubringen, sagte die Sprecherin.

Mit Messer auf Baby eingestochen

Schließlich habe er der 18 Jahre alten Mutter das drei Monate alte Baby entrissen und später mit einem Messer auf das Kind eingestochen. Es überlebte schwer verletzt. Zum aktuellen Gesundheitszustand konnte die Staatsanwältin nichts sagen.

Die Mutter habe ausgesagt, sie habe nicht den Eindruck gehabt, dass der Mann die anrückenden Polizisten wirklich erkannt habe. Er stürzte schließlich vom Balkon im fünften Stock des Hauses und starb. Der neunjährige Junge ist der Halbbruder der jungen Frau.

Nun sollen Angehörige des Mannes befragt werden, ob sie von möglichen Erkrankungen wissen. Wenn die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung da seien, werden die Ermittlungen voraussichtlich bald eingestellt, sagte die Sprecherin.

zur Homepage