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MV bereitet weitere Notquartiere für Flüchtlinge vor

Eigentlich wollte das Land Notunterkünfte vermeiden, doch jetzt reicht der Platz für die ankommenden Flüchtlinge nicht mehr aus.
Eigentlich wollte das Land Notunterkünfte vermeiden, doch jetzt reicht der Platz für die ankommenden Flüchtlinge nicht mehr aus.
Jens Büttner

Hunderte zusätzliche Plätze sollen in Mecklenburg-Vorpommern Bundeswehrkasernen zur Verfügung gestellt werden. Berlin plant unterdessen sechs Milliarden Euro in die Flüchtlingshilfe zu pumpen.

Nachdem bereits 300 Plätze in zwei Sporthallen und in einem ehemaligen Gutshaus eingerichtet wurden, sollen nun möglichst rasch weitere 300 Plätze zur Verfügung gestellt werden. Nach den Worten eines Sprechers des Schweriner Innenministeriums will Minister Lorenz Caffier (CDU) dafür geräumte Bundeswehrkasernen nutzen.

Rund 140 der Flüchtlinge, die am Wochenende aus Ungarn nach Deutschland ausgereist sind, sind am Montagmorgen in Mecklenburg-Vorpommerns Erstaufnahmestelle Stern-Buchholz im Süden Schwerins angekommen. Sie kamen in einer Sporthalle auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände unter. Weitere 160 Flüchtlinge sollen im Laufe des Tages von Bayern aufbrechen. Für diese Flüchtlinge stehen nach Angaben des Innenministeriums 60 Feldbetten in einer Sporthalle in Zahrensdorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) bereit. In einem ehemaligen Gutshaus in Meetzen (Landkreis Nordwestmecklenburg) sollen 70 Flüchtlinge vorübergehend unterkommen.

Koalition stockt Hilfe um sechs Milliarden Euro auf

In der Nacht zu Montag beschloss die Bundesregierung ein milliardenschweres Maßnahmenpaket, um die Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen in den Griff zu bekommen. Der Bund erhöht die Mittel im Haushalt 2016 um drei Milliarden Euro. Bundesländer und Kommunen sollen weitere drei Milliarden Euro erhalten. 2015 hat der Bund eine Milliarde Euro für Flüchtlingshilfe bereitgestellt.