PARTEITAG

MV-Bildungsministerin Bettina Martin will in den SPD-Bundesvorstand

Weil Manuela Schwesig nicht mehr für den SPD-Bundesvorstand kandidiert, soll das Land nun eine neue Vertreterin in dem Gremium haben, das am Wochenende gewählt wird.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Bettina Martin (SPD) ist seit Sommer 2019 Kultusministerin von Mecklenburg-Vorpommern.
Bettina Martin (SPD) ist seit Sommer 2019 Kultusministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Jens Büttner / Archiv
Manuela Schwesig (SPD) zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem SPD-Vorstand zurück.
Manuela Schwesig (SPD) zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem SPD-Vorstand zurück. Wolfgang Kumm / Archiv
Schwerin.

Die Bildungsministerin Mecklenburg-Vorpommerns, Bettina Martin, bewirbt sich um einen Sitz im SPD-Bundesvorstand. Entsprechende Informationen aus Parteikreisen bestätigten sie und die MV-SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig dem Nordkurier am Mittwochmorgen. Martin dürfte damit relativ gute Chancen haben, auch tatsächlich einen Platz in dem Gremium zu bekommen: Mecklenburg-Vorpommern ist eines von derzeit nur fünf Bundesländern, in denen die SPD die Regierungschefin stellt. Der Vorstand soll allerdings verkleinert werden, sodass Martins Wahl noch nicht als sicher gelten kann.

Bislang war Mecklenburg-Vorpommern in dem Gremium durch Manuela Schwesig repräsentiert worden – sie war sogar eine von sechs stellvertrenden Bundesvorsitzenden. Im September hatte sie erklärt, aus gesundheitlichen Gründen vorerst nicht mehr für den SPD-Bundesvorstand antreten zu wollen. Schwesig unterzieht sich derzeit einer Brustkrebs-Behandlung.

Bettina Martin gilt als enge Vertraute der Ministerpräsidentin. Bevor sie im Sommer Kultusministerin in Schwerin wurde, leitete die 53-Jährige die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin. Zuvor war sie Leiterin des Leitungsstabs im Bundesfamilienministerium, als Manuela Schwesig dort noch Ministerin war. Zuvor hatte sie lange Jahre für die SPD gearbeitet - unter anderem für den Parteivorstand. Martin ist gebürtige Berlinerin und gilt als bestens vernetzt in Hauptstadt- und Parteikreisen.

Der SPD-Parteitag kommt am Wochenende in Berlin zusammen. Die Delegierten sollen dort Sasika Esken und Norbert Walter-Borjans zu den neuen Parteivorsitzenden wählen – und einen neuen Parteivorstand, in dem es erhebliche Änderungen geben dürfte. Außerdem will sich die Partei zur Zukunft der Großen Koalition positionieren.

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