CORONA-APP

MV gegen Anmeldung für alle Strandbesucher von Usedom bis Rügen

Eine App soll in Schleswig-Holstein dabei helfen, den Massenansturm von Ostsee-Urlaubern zu bewältigen. In MV ist man da skeptisch. Aber was, wenn alle gleichzeitig an den Strand wollen?
Wenn alle wieder in den Ferien an die Strände von Warnemünde, Usedom und Rügen wollen, könnte es eng werde
Wenn alle wieder in den Ferien an die Strände von Warnemünde, Usedom und Rügen wollen, könnte es eng werden (Symbolbild). Bernd Wüstneck
Schwerin ·

Eine neue App soll künftig an der Ostsee regeln, wer wann an den Strand darf. Zumindest in Schleswig-Holstein, denn dessen Ministerpräsident Daniel Günther will in der Urlaubszeit während der Corona-Krise auf die Buchung von Küstenabschnitten per Smartphone setzen. „Man kann über die App anmelden, dass man in einem bestimmten Zeitraum an einen Strandabschnitt will“, sagte der CDU-Politiker zu den Plänen für das Buchungssystem. „Wenn dort noch Platz ist, bucht man sich ein und hat dann eine Zugangsberechtigung.“

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Die flächendeckende Nutzung einer App, mit der die Besucherzahlen an vollen Stränden reguliert werden könnten, ist aus Sicht des Landestourismusverbandes in Mecklenburg-Vorpommern hierzulande indes nicht zu erwarten. „Ich gehe davon aus, dass sich in den meisten Fällen die geltenden Abstandsregeln grundsätzlich einhalten lassen“, sagte Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Verbandes, auf Nordkurier-Anfrage.

Wenn es eng wird, durchaus vorstellbar

Allerdings müssten die Kommunen an der Küste auch über einen Plan B nachdenken. „Bei 35 Grad und Ferien in allen Bundesländern könnte es auch bei uns manchmal eng werden“, betonte er. Dann könne sich in einzelnen Badeorten eine funktionierende technische Lösung anbieten, um den Besucherstrom zu lenken.

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Die Gemeinde Scharbeutz an der Lübecker Bucht hat das System nach seinen Angaben entwickelt, jetzt könnte es auch von anderen Orten genutzt werden. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther kündigte an: „Wir werden weiter stark kontrollieren. Dass alle dicht an dicht wie in der Sardinenbüchse liegen, wird es bei uns nicht geben.“

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Kommentare (1)

ich hege großen Zweifel an der "Vernunft" der Urlauber. Pfingsten war auf Usedom eindeutig zu sehen, das bei vielen Besuchern, aber auch Geschäftsleuten, Vernunft ein Fremdwort ist. Der Strand vom Ostseebad Koserow war voll wie in normalen Ferienzeiten, vollgepackt mit Strandkörben, deren Abstand von einander sehr fragwürdig ist, und so gut wie keinen Platz mehr dazwischen zulässt, zum eigentlichen Spülrand zu gelangen ohne über die dazu noch aufgestellten Sonnenzelte, und/ oder Badetücher zu stolpern. NEIN, das wird in der Ferienzeit so nicht funktionieren. Was gedenkt die Landesregierung und die zuständigen Landräte wird zum Schutz aller zu tun?