HARRY GLAWE

MV-Gesundheitsminister für Impfpflicht gegen Masern

Die Quote bei der Masern-Impfung in MV und Brandenburg erreicht das gewünschte Niveau. Dennoch spricht sich Gesundheitsminister Harry Glawe für eine bundesweite Impfpflicht aus.
dpa
Harry Glawe unterstützt die Impfpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Symbolbild).
Harry Glawe unterstützt die Impfpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Symbolbild). Fredrik von Erichsen
Schwerin.

Trotz der vergleichsweise hohen Impfquote in Mecklenburg-Vorpommern hält Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) eine bundesweite Impfpflicht für den richtigen Weg. „Gerade in Kitas oder in Schulen ist es nötig, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Eine Impfung ist der beste Schutz für Kinder – aber auch für die Eltern, Erzieher und Lehrer”, sagte Glawe am Montag in Schwerin.

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Impf-Kampagnen

Nach seinen Angaben sind Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die einzigen Bundesländer, in denen die für die angestrebte Masern-Eliminierung erforderliche Quote von 95 Prozent bei der zweiten Masern-Impfung erreicht wird. Seit Jahren werde dafür aber auch intensiv geworben, unter anderem im Internet mit der Kampagne „MV impft”. Zudem böten die Gesundheitsämter in Impfsprechstunden die empfohlenen Impfungen an.

Wie Glawe hatte auch CDU-Landes- und Fraktionschef Vincent Kokert die Impfpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt. Verpflichtende Impfungen für Kita- und Schulkinder seien der richtige Ansatz, um eine Renaissance der Masern zu verhindern. „Es ist nicht einzusehen, dass das Rad wieder zurückgedreht wird, weil aus zweifelhaften Motiven oder schlicht aus Gedankenlosigkeit auf den Impfschutz verzichtet wird”, sagte Kokert.

Bußgeld für Impfverweigerer

Spahn wies unterdessen Kritik an den geplanten Bußgeldern für Eltern, die ihre Kinder nicht gegen Masern impfen lassen, zurück. „Es ist auch im Straßenverkehr so: Wenn Sie andere gefährden und sie werden erwischt, dann müssen Sie ein Bußgeld bezahlen”, sagte Spahn im ZDF-„Morgenmagazin”.

Dass Impfgegner ihre Kinder erst recht nicht impfen ließen, wenn sie dazu verpflichtet würden, glaubt Spahn nicht. Er verwies auf die Impfpflicht gegen Pocken, die sich als Erfolg erwiesen habe.

 

 

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Kommentare (2)

führt sie endlich ein! Nur so ist der Volkskörper richtig geschützt.

Dringender gebraucht wird ganz offensichtlich eine Impfpflicht gegen Nazisprech und damit verbundene Denkweisen.