Corona-Maßnahmen

MV hält an Präsenzunterricht in Schulen fest

Im ersten und zweiten Jahr der Corona-Pandemie waren die Schulen in MV monatelang geschlossen. Jetzt aber hat das Offenhalten der Schulen oberste Priorität – wird das durchzuhalten sein?
In den ersten zwei Wochen nach Schulbeginn im neuen Jahr galt in den Klassenräumen in ganz Mecklenburg-Vorpommern auch ei
In den ersten zwei Wochen nach Schulbeginn im neuen Jahr galt in den Klassenräumen in ganz Mecklenburg-Vorpommern auch eine Pflicht zum Maskentragen. (Symbolbild) Gregor Fischer
Schwerin

Seit dem ersten Tag ihrer Amtszeit als Bildungsministerin hat Simone Oldenburg (Linke) ihr Motto zum Schulunterricht in Corona-Zeiten wiederholt: „Kinder brauchen Kinder.“ Und das würde nur funktionieren, wenn Schulunterricht in Präsenz in den Schulen stattfinden würde.

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Trotz aktuell auch in den Schulen steigender Infektionsfälle hält die Ministerin an ihrem Pandemie-Fahrplan für die rund 155.600 Schülern in Mecklenburg-Vorpommern fest. Oldenburg verteidigte am Donnerstag beim Blick auf die aktuellen Zahlen den Präsenzunterricht. „Am Donnerstag hatten wir bei den Schülern 328 Corona-Infektionen – das entspricht 0,21 Prozent.

Bei den Lehrkräften wurden 13 der insgesamt 13.000 positiv registriert – also 0,1 Prozent“, berichtete Oldenburg, die zudem darauf verwies, dass über das Landesamt für Gesundheit und Soziales tagtäglich aktuelle Zahlen vorgelegt würden. „Wir wollen einfach Transparenz schaffen“, machte Oldenburg klar.

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Drei-Phasen-Modell an Schulen in MV

Diese Zahlen und die Tatsache, dass 99 Prozent der Schüler in Mecklenburg-Vorpommern derzeit nicht von Quarantänemaßnahmen betroffen seien, würde nach Einschätzung der Bildungsministerin beweisen, dass das Hygienekonzept an den Schulen sehr gut umgesetzt werde.

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Dass zu Beginn des Jahres vom Bildungsministerium an den Schulen eingeführte Drei-Phasen-Modell habe sich mittlerweile auch bewährt. Oldenburg sagte, dass sich aktuell nur eine einzige der insgesamt 600 Schulen im Nordosten in Phase 2 befinden würde. Vier weitere Schulen seien mit einzelnen Jahrgangsstufen in Phase 2.

Zur Erinnerung:

  • In Phase 1 (Lehrkräfteeinsatz zur Unterrichtsabsicherung nicht oder unwesentlich eingeschränkt) findet normaler Präsenzunterricht statt.
     
  • In Phase 2 (Lehrkräfteeinsatz zur Unterrichtsabsicherung eingeschränkt) gilt für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie für die Abschlussklassen Präsenzunterricht, für die Jahrgangsstufen ab Klasse sieben Wechselunterricht.
     
  • In Phase 3 (Lehrkräfteeinsatz zur Unterrichtsabsicherung stark eingeschränkt) wechseln die Jahrgangsstufen ab Klasse 7 in den Distanzunterricht.
     

Oldenburg wies am Donnerstag nachdrücklich darauf hin, dass die Schulpflicht nur aufgehoben werden könnte, wenn eine pandemische Situation von nationaler Tragweite durch den Bund festgestellt werden würde. Nur dann wäre die Grundlage für ein Aussetzen des Präsenzunterrichts gegeben – dies sei aber nicht der Fall, so die Bildungsministerin.

Insgesamt stieg die Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag auf 426,2. Am Tag zuvor hatte der Wert 421 betragen. Die Hospitalisierungsrate sank auf 5,6 – nachdem sie am Mittwoch noch 6,1 betragen hatte.

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