STUDIE

MV hat noch immer deutlich zu wenig Kita-Erzieher

In kaum einem anderen Bundesland gehen mehr Kinder zur Kita und werden dabei von so gut qualifiziertem Personal betreut wie in MV. Eine Studie zeigt nun aber erneut die Probleme der frühkindlichen Betreuung im Land auf.
dpa
Laut einer Studie gibt es in Mecklenburg-Vorpommern immer noch zu große Kita-Gruppen wegen mangelnder Erzieher.
Laut einer Studie gibt es in Mecklenburg-Vorpommern immer noch zu große Kita-Gruppen wegen mangelnder Erzieher. (Symbolbild) Uwe Anspach
Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommerns Krippen- und Kindergartenkinder werden einer Studie zufolge immer noch in zu großen Gruppen betreut, worunter die Bildungsqualität leidet. Auf eine Erzieherin kommen rechnerisch 13,2 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, wie aus dem jüngsten Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme hervorgeht, den die Bertelsmann Stiftung am Dienstag veröffentlichte. Die Stiftung empfiehlt einen Wert von 7,5. Bei den unter Dreijährigen sind es in MV demnach 6 Kinder je Erzieherin, als Empfehlung gibt die Stiftung 3 je Fachkraft an.

Rund 6800 zusätzliche Stellen seien nötig, um auf eine ausreichende Zahl von Erzieherinnen zu kommen, hat die Bertelsmann-Stiftung errechnet. Dies würde pro Jahr 328 Millionen Euro zusätzlich kosten.

Die Qualifikation der Erzieher ist in Mecklenburg-Vorpommern dafür außergewöhnlich hoch: 88 Prozent des pädagogischen Personals sind als Erzieherin oder Erzieher ausgebildet. Bundesweit trifft das laut Bertelsmann nur auf etwa zwei Drittel des Personals zu.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

Kommende Events in Schwerin (Anzeige)

zur Homepage