Dirk Rambo, Lernpate und Fachpfleger für Altersmedizin, zeigt den neuen brasilianischen Kolleginnen, Larissa da Silva (l)
Dirk Rambo, Lernpate und Fachpfleger für Altersmedizin, zeigt den neuen brasilianischen Kolleginnen, Larissa da Silva (l) und Natália Groppin, in einem Übungszimmer im Helios Krankenhaus Stralsund die Pflegeabläufe. (Archiv, 2020) Stefan Sauer
Fachkräftebedarf

MV immer stärker auf Zuwanderung angewiesen

In MV hat sich die Lücke zwischen Geburten und Sterbefällen weiter vergrößert. Der Mangel an Fachkräften trifft auf eine immer älter werdende Bevölkerung.
dpa
Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern ist wegen des demografischen Wandels immer stärker auf Zuwanderung angewiesen. Im Jahr 2020 habe es im Nordosten rund 9790 Todesfälle mehr gegeben als Geburten, ging es aus einer aktuellen Aufstellung des Statistischen Landesamts in Schwerin hervor. Auf rund 12.000 Neugeborene kamen der Behörde zufolge landesweit rund 21.850 Tote. Seit 2016 ist diese Lücke demnach kontinuierlich größer geworden, zum letzten Mal positiv war das Verhältnis im Jahr 1990.

Besonders groß ist der „Überschuss“ an Gestorbenen den Statistikern zufolge in den Kreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, am geringsten in der Hansestadt Rostock.

Wegen des bereits akuten Fachkräftebedarfs hatte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) zum Jahreswechsel bereits Anwerbeprogramme für Länder außerhalb der Europäischen Union ins Spiel gebracht, hier gebe es bereits Modellprojekte. Entscheidend für den Erfolg sei jedoch, dass die Menschen auch in Mecklenburg-Vorpommern bleiben wollen.

Weiterlesen: Erstmals seit Jahren – Bevölkerung in MV wächst wieder

Drese: „brauchen stärkere interkulturelle Öffnung”

Integrationsministerin Stefanie Drese (SPD) will das mit einem modernen Integrations- und Teilhabegesetz in dieser Legislaturperioder vorantreiben. „Wir brauchen eine stärkere interkulturelle Öffnung aller staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, Vereine und Gruppen. Der öffentliche Dienst hat dabei eine Vorbildrolle in Bezug auf die Repräsentanz in unserer Gesellschaft“, so die Ministerin. Sie will sich auch auf Bundesebene dafür einsetzen, dass der Übergang vom Asylsystem in den Bereich der Erwerbsmigration – der sogenannte Spurwechsel – ausgebaut wird.

Prognose: Einwohnerzahl in MV wird spürbar sinken

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Kommentare (1)

In Baden-Württemberg ist gerade ein Projekt von Migranten in der Pflege gescheitert, über 90% schaffen ihre Abschlussprüfung nicht, da wurden Millionen in den Sand gesetzt. Warum gehen aus der Gastronomie so viele Azubis nach der Ausbildung weg, weil sie in MV so schlecht bezahlt werden und im 3. Corona Jahr bietet diese Branche incl. Tourismus keine Zukunft mehr, denn wer will schon ständig zum Arbeitsamt gehen. Die meisten Einwanderer oder Migranten, bleiben leider langfristig in Hartz 4 und sehr gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland, gehen lieber in andere Länder, als Deutschland.