CORONAVIRUS

MV-Kabinett berät über weitere Einschränkungen

Gibt es zu Ostern weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in MV? Darüber berät das Kabinett am Donnerstag in Schwerin.
dpa
Ostern am Strand? Daraus wird wahrscheinlich nichts.
Ostern am Strand? Daraus wird wahrscheinlich nichts. Jens Büttner
Schwerin.

Zur Eindämmung der Corona-Infektionsgefahr gibt es zu Ostern in Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Das Kabinett werde am Donnerstag darüber beraten, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an. Es gehe darum, über die Feiertage auch die Reisetätigkeit innerhalb des Landes auf ein Minimum zu begrenzen. Tagesausflüge etwa in Badeorte sollten unterbleiben. Alle würden sich zwar wünschen, am liebsten bei Sonne schön am Strand zu sein. „Aber das wird dieses Jahr nicht gehen”, betonte Schwesig. Touristen aus anderen Bundesländern sind Urlaubsreisen und Tagesausflüge in das Küstenland bereits seit Mitte März verboten.

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Einige Bundesländer haben bereits einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus beschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen solchen Katalog bislang nicht. „Die norddeutschen Länder stimmen gerade einen Bußgeldkatalog ab, über den wir im Kabinett auch reden werden“, sagte Schwesig. Doch verwies sie darauf, dass sich die große Mehrheit der Bürger an die Regeln halte. Es sei auch nicht möglich, jeden Einzelnen zu kontrollieren. „Wir erwarten, dass sich alle an das Kontaktverbot halten, möglichst zu Hause bleiben und nicht an Ostern umherreisen“, sagte die Schweriner Regierungschefin. Nach ihren Angaben hat Mecklenburg-Vorpommern bereits mit die schärfsten Restriktionen bundesweit. Zur Durchsetzung gebe es regelmäßig auch Kontrollen. Wer gegen die Bestimmungen verstoße, müsse mit Konsequenzen rechnen.

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Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen ist in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch um 33 auf nunmehr 445 (Stand 16.00 Uhr) gestiegen. Das teilten das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mit. Die Zahl der Sterbefälle blieb den Angaben zufolge bei drei. Damit ist der Anstieg der Neuinfektionen geringer als am Vortag, als noch 46 weitere Fälle gemeldet worden waren. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat mit 79 positiv getesteten weiterhin den größten Anteil. 52 mit Covid-19 Infizierte werden oder wurden in Krankenhäusern behandelt, acht davon auf einer Intensivstation.

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Kommentare (5)

um unbescholtene hart arbeitende Bürger zu kriminalisieren . In unserem Dorf fährt jede Woche schon ein Dorfspitzel rum um zu kontrollieren ob noch jemand in seinem Nebenwohnsitz ist, egal ob die Bewohner dort selbstständig tätig sind (Was erlaubt ist). Demnächst werden solche Leute dann Strafen ohne Gericht verhängen. Mich erinnern diese Methoden an die DDR wo dann auch unbescholtene Bürger schnell mal ins Staatsgefängnis kamen. Und die Leute, die so etwas anweisen, rümpfen die Nase über Ungarn, wo ist denn bitteschön bei Spitzelei der unterschied! Eifertum war bisher immer die Grundlage für deutsche Diktaturen! Bitte ein wenig mehr Augenmaß, nicht alles was möglich ist ist auch richtig und entspricht dem Gesetz und die Natur zu überlisten ist bisher noch niemanden gelungen. Der Staat sollte seine Anstrengungen lieber dazu nutzen um den wirklich kranken zu helfen. Spitzel sollten lieber Atemmasken nähen.

ich hatte die Hoffnung auf Vernunft schon fast aufgegeben.

in der Corona Bekämpfung - ein Totalausfall - gewachsen über Jahr zehnte

die rechten Verschwörungstheoretiker. Rummotzen und nichts zur Problemlösung beitragen.

Ich kann ja verstehen, dass Frau Schwesig aus persönlichen Gründen derzeit für sich zwingend eine Infektion vermeiden möchte. Das ist auch verständlich und auch richtig. Und auch andere Teile der Bevölkerung müssen das tun.

Aber muss deshalb die gesamte Bevölkerung von MV zwangsweise unter Hausarrest gestellt werden? Das macht doch keinen Sinn! Die Schließung der Schulen, Kitas, Geschäfte und die Kontaktverboten können doch nicht so lange verlängert werden, bis ein Impfstoff verfügbar ist. Damit wird erst im nächsten Jahr gerechnet!

Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis ein genügend großer Anteil der Bevölkerung die Erkrankung durchgemacht hat und - zumindest vorerst - eine Immunität aufgebaut hat, so dass die Erkrankung nicht mehr weitergegeben werden kann.

Das erreicht man aber mit noch mehr Isolation der gesamten Bevölkerung des Landes definitiv nicht! Im Gegenteil, je mehr Isolation, umso länger dauert es, bis die von den Epidemiologen genannte Quote von 60 bis 70 Prozent, ab der sich überhaupt erst ein Effekt zeigt, erreicht ist.