MANUELA SCHWESIG

MV kommt am besten durch die Corona-Krise

Schweigeminute für den verstorbenen Ex-Ministerpräsidenten Harald Ringstorff, Vereidigung des neuen Innenministers, Regierungserklärung der Regierungschefin – die Sondersitzung des MV-Landtags hatte es in sich.
Erläuterte in einer Regierungserklärung im MV-Landtag ihre Corona-Politik: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig
Erläuterte in einer Regierungserklärung im MV-Landtag ihre Corona-Politik: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Jens Büttner
Schwerin ·

Überzeugt vom Weg der MV-Landesregierung, optimistisch bei der Bewältigung der nächsten schweren Monate – mit diesem Grundton hat sich MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitagmorgen in einer Regierungserklärung im MV-Landtag an die Bürger des Landes gewandt.

„Wenn wir uns die Entwicklung der Infektionszahlen anschauen, sehen wir: Wir machen Fortschritte. Die Welle ist gebrochen. Die Ansteckungszahlen steigen nicht mehr ungebremst. In vielen Regionen stecken sich sogar weniger Menschen neu an als vor vier Wochen”, sagte Schwesig. „Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern aktuell zwei Landkreise und zwei kreisfreie Städte, in denen sich in den vergangenen sieben Tagen weniger als 35 Menschen auf 100.000 Einwohner mit Corona angesteckt haben. Insgesamt haben wir als Land eine Inzidenz von 47,1. Eine Inzidenz von weniger als 50 heißt: Mecklenburg-Vorpommern ist kein Risikogebiet. Das verdanken wir den strengeren Maßnahmen im November. Wir haben schon frühzeitig und bei niedrigeren Infektionszahlen gegengesteuert. Ansonsten wären wir heute auch Risikogebiet”, machte Schwesig deutlich. Die Ministerpräsidentin weiter: „MV ist bisher am besten durch die Corona-Krise gekommen.”

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Lockerungen in MV

Und diese strenge Vorgehensweise und die relativ niedrigen Infektionszahlen geben MV die Chance, kleine Lockerungen zu gewährleisten. So wird MV die verschärften Maßnahmen im Einzelhandel nicht mit gehen. Schwesig konkretisierte: „In größeren Geschäften wie Möbelhäusern oder großen Supermärkten sollen sich auf der Verkaufsfläche, die größer ist als 800 Quadratmeter, weniger Menschen aufhalten dürfen – so die Regelung bundesweit. Aber diese Regelung ist für Mecklenburg-Vorpommern nicht nötig. Unser Land ist kein Risikogebiet, und wir wollen unseren Einzelhandel nicht noch zusätzlich belasten. Wir halten auch daran fest, was wir bereits beschlossen haben: Die Zoos bleiben offen, und Kinder- und Jugendsport ist weiter möglich.”

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Ein Herzensthema für Schwesig – das wurde in den vergangenen Wochen immer wieder deutlich – sind die Schulen und Kitas. „Für Mecklenburg-Vorpommern kann ich sagen: Schulen sind keine Orte unkontrollierten Infektionsgeschehens. Es gab in den vergangenen zwei Wochen nur etwa 50 Corona-Fälle an Schulen. Die allermeisten davon sind von außen in die Schule hineingetragen und nicht innerhalb der Schulen weitergegeben worden. Die Hygienekonzepte an den Schulen sind gut und wirksam. Deswegen findet auch an fast 94 Prozent aller Schulen in unserem Land ganz normaler Schulunterricht statt: mit täglicher Anwesenheit für alle Schülerinnen und Schüler”, betonte Schwesig.

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Deshalb sei ihre Position in den Gesprächen mit der Bundeskanzlerin und den anderen Ministerpräsidenten klar gewesen: „Unsere Schulen und Kitas müssen offen bleiben, soweit es vor Ort geht. Das ist wichtig für die Kinder und ihre Bildungschancen. Sie müssen Unterricht haben; sie müssen auch ihre Freunde in der Schule, im Hort und in der Kita treffen können.” Das sei wichtig für die Eltern und ihre Arbeitgeber. Denn wenn die Kinder zu Hause seien und die Eltern mit auf den Online-Unterricht achten müssten, ließen sich Beruf und Familie nur schwer verbinden. Unter einer Schließung der Schulen würden Kinder und Eltern leiden.

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Kommentare (2)

Definition: wenn nicht mehr als 5 auf 10 000 Menschen davon betroffen sind.
Weiter rechnen: 50 auf 100 000 .....
Oh oh.....

oder Thüringen, da ist es häufiger und vielleicht trifft das Virus auch Dich! Dann kannst Du uns genau berichten, falls Du es noch kannst.