CORONA-IMPFUNG GARANTIERT

MV-Landkreise suchen noch Tausende Wahlhelfer

Damit die Landtags- und Bundestagswahlen am 26. September reibungslos über die Bühne gehen, werden noch Tausende Wahlhelfer gesucht. Wer sich meldet, kann neben einer Aufwandsentschädigung auch in die Impfpriogruppe 3 vorrücken.
dpa
Wahllokal bei der Landtagswahl 2016 in Schwerin
Wahllokal bei der Landtagswahl 2016 in Schwerin Ulrich Perrey
Neubrandenburg ·

Für die Bundes- und Landtagswahlen am 26. September suchen die Landkreise noch Tausende Wahlhelferinnen und -helfer. In ihren Vorbereitungen sind die Kreise dabei sehr unterschiedlich weit, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Rostock als größte Stadt des Landes brauche 1900 Helfer, 800 seien bereits registriert, sagte ein Sprecher der Hansestadt. Mit Plakaten und Onlinewerbung sollen Interessierte motiviert werden.

Schwerin dagegen hat erst 100 der 700 benötigten Helfer zusammen. Allerdings ohne überhaupt mit dem aktiven Suchen begonnen zu haben, erst im Juni soll die Werbung starten, sagte die Sprecherin der Stadt. Auch in Nordwestmecklenburg ist noch gar nicht mit der Suche nach 1500 Helfern angefangen worden. Grund sei die Landratswahl, die gerade erst stattgefunden hat. Besonders viele Helfer sucht die Verwaltung in der Mecklenburgischen Seenplatte: Wegen seiner Größe werden hier 2900 Wahlhelfer gebraucht. Wie viele davon schon gefunden sind, konnte ein Sprecher nicht sagen.

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Wahlhelfer können sich früher gegen Corona impfen lassen

Grundsätzlich bekommen Helfer eine kleine Aufwandsentschädigung. Die Höhe hängt davon ab, welchen Job innerhalb des Wahlbüroteams sie übernehmen. Eigentlich ist die Summe in den Wahlordnungen des Bundes und des Landes festgelegt, die Gemeinden können aber auch höhere Pauschalen beschließen und manche tun das auch, wie es aus einigen Kreisen hieß.

Interessanter als das Geld dürfte für viele in diesem Jahr aber ohnehin eine andere „Belohnung“ sein: Wahlhelfer dürfen in die Impfprio-Gruppe 3 aufsteigen, so sieht es die Coronaverordnung vor. Dabei geht es nicht um eine Belohnung, sondern darum, dass die Durchführung demokratischer Wahlen eine Art „kritische Infrastruktur“ ist, die auch unter Pandemiebedingungen arbeitsfähig bleiben muss.

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