Simone Oldenburg, Schulleiterin und Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, fordert attraktiver
Simone Oldenburg, Schulleiterin und Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, fordert attraktivere Bedingungen für Referendare. Jens Büttner
Lehrermangel

MV-Linke fordert bessere Schul-Bedingungen für Referendare

Die Linke fordert eine bessere Vergütung und Betreuung für Referendare in Mecklenburg-Vorpommern. Grund: der Mangel an jungen Lehrern.
dpa
Schwerin

Die Linke fordert angesichts fehlender Junglehrer in Mecklenburg-Vorpommern eine bessere Vergütung und Betreuung für Referendare. „Dort, wo es an den Schulen brennt, wo der Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern besonders hoch ist, fehlt es zunehmend an Nachwuchs”, konstatierte die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, am Freitag in Schwerin.

Lesen Sie auch: 83 Prozent der Studenten brechen Lehramts-Studium ab

Sie verwies auf die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage ihrer Fraktion, wonach 2019 im Bereich Sonderpädagogik, an Regionalen und an Beruflichen Schulen insgesamt 264 Referendarsstellen unbesetzt blieben. Das sei mehr als die Hälfte der für diese Lehrämter zur Verfügung gestellten Stellen.

Vorbereitungsdienst im Nordosten nicht attraktiv genug

Oldenburg schlussfolgerte daraus, dass der Vorbereitungsdienst für Lehrkräfte im Nordosten nicht attraktiv genug sei. „Viele Lehramtsabsolventen kehren nach dem Studium dem Land den Rücken und absolvieren ihr Referendariat woanders. Diese Lehrerinnen und Lehrer gehen unseren Schulen in der Regel auf Dauer verloren”, erklärte die Oppositionspolitikerin. Im Wettstreit der Bundesländer um den Lehrernachwuchs müsse Mecklenburg-Vorpommern daher seine Angebote spürbar verbessern.

Lesen Sie auch: Gibt es in MV bald Lehrer ohne abgeschlossene Ausbildung?

Nach Angaben des Bildungsministeriums benötigt Mecklenburg-Vorpommern jährlich etwa 600 bis 700 neue Lehrer, um das Ausscheiden älterer Pädagogen kompensieren und zusätzlichen Personalbedarf decken zu können. Da zu wenig Pädagogikabsolventen zur Verfügung stehen, wird der Bedarf zunehmend mit sogenannten Seiteneinsteigern gedeckt.

zur Homepage