Deutscher Hochschulverband

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MV-Ministerin Hesse ist Wissenschafts-Schlusslicht

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) schnitt bei der Abstimmung schlecht ab.
Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) schnitt bei der Abstimmung schlecht ab.
Jens Büttner

Jedes Jahr wählt der Hochschulverband die besten Wissenschaftsminister. Birgit Hesse (SPD) landete auf dem letzten Platz. Die Umfrage ist aber problematisch.

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) ist bei der Wahl zum Wissenschaftsminister des Jahres auf dem letzten Platz gelandet. Dies gab der Deutsche Hochschulverband (DHV) am Mittwoch bekannt. Hesse erhielt demnach die Note 4,12. Siegerin in der jährlichen Online-Abstimmung von DHV-Mitgliedern wurde Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) mit der Note 2,72. Im vergangenen Jahr war Mecklenburg-Vorpommerns früherer Resortchef und jetzige Finanzministern Mathias Brodkorb (SPD) als Ressortchef des Jahres ausgezeichnet worden.

Ganz unproblematisch ist die DHV-Umfrage aber nicht. Wie in der Auswertung zu sehen ist, umfasst die Tabelle der Wirtschaftsminister 11 Bundesländer und Bundeswissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU). Brandenburg, Bremen, das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen fehlen – weil es in diesen Ländern weniger als 50 urteile gab, so der DHV. Birgit Hesse wurde demnach 63-mal bewertet.

Die Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes können in der Online-Abstimmung auch den „Rektor des Jahres” wählen. In diesem Ranking kam der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck, auf Platz 25. Die Rektorin der Universität Greifswald, Johanna Eleonore Weber, landete im letzten Drittel. „Rektor des Jahres” wurde mit der Note 1,49 Johannes Wessels von der Universität Münster. Die Bewertungen konnten DHV-Mitglieder online zwischen dem 15. November und dem 15. Dezember 2017 abgeben. Der DHV ist nach eigenen Angaben die Berufsvertretung von Wissenschaftlern Deutschland.