Statistik vorgestellt

:

MV mit dritthöchstem Armutsrisiko in Deutschland

Vor allem Menschen ohne Arbeit haben wenig Geld zur Verfügung.
Vor allem Menschen ohne Arbeit haben wenig Geld zur Verfügung.
Jens Kalaene

Jeder fünfte Haushalt in Mecklenburg-Vorpommern ist von Armut bedroht. Damit steht der Nordosten im Bundesvergleich schlecht da. Vor allem eine Bevölkerungsgruppe gilt als gefährdet.

Mecklenburg-Vorpommern hat nach Bremen und Sachsen-Anhalt das höchste Armutsrisiko unter den Bundesländern. Haushalte gelten als von Armut bedroht, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens an ihrem Ort zur Verfügung haben.

Das betraf im Jahr 2016 in Mecklenburg-Vorpommern 20,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. In Bremen waren mit 22,6 Prozent die vergleichsweise meisten Haushalte von Armut bedroht, in Baden-Württemberg waren es mit 11,9 und in Bayern mit 12,1 Prozent die wenigsten.

Erwerbslose haben ein besonders hohes Armutsrisiko. Bundesweit galt dies im vergangenen Jahr für 56,9 Prozent dieser Haushalte, in Mecklenburg-Vorpommern für 68,5 Prozent.

 

Grundsätzlich wiesen die Statistiker darauf hin, dass die Zahlen für 2016 wegen der Umstellung bei der Ermittlung dieser Werte und der üblichen Schwankung beim Mikrozensus nur eingeschränkt mit den Vorjahresergebnissen vergleichbar seien. Weitere methodische Hinweise können Sie hier nachlesen.

Weiterführende Links