Corona-Lockerungen

MV öffnet Schulen weiter – mehr Präsenzunterricht

Selbsttest an Schulen sollen weitere Lockerungen ermöglichen. Ab nächster Woche sollen auch Schüler höherer Klassen in die Einrichtungen zurückkehren.
dpa
In Regionen, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zum Stichtag 10. März zwischen 50 und 100 lag, starte an diesem
In Regionen, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zum Stichtag 10. März zwischen 50 und 100 lag, starte an diesem Tag der Wechselunterricht für alle Schüler ab Klasse 7. Bernd Wüstneck
Schwerin

Mit dem beginnenden Einsatz von Corona-Selbsttests an Schulen dehnt Mecklenburg-Vorpommern in der kommenden Woche den Präsenzunterricht weiter aus. Wie das Bildungsministerium am Freitag mitteilte, sollen von Mittwoch an auch Schüler der höheren Klassen an die Schulen zurückkehren. In Regionen, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zum Stichtag 10. März zwischen 50 und 100 lag, starte an diesem Tag der Wechselunterricht für alle Schüler ab Klasse 7. Betroffen seien die Landkreise Vorpommern-Greifswald, Rostock, Ludwigslust-Parchim sowie die Landeshauptstadt Schwerin. Am 22. März soll dort dann für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 auch der tägliche Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen wieder beginnen.

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In der Stadt Rostock und im Kreis Vorpommern-Rügen waren wegen der dort vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen die Schulen schon früher geöffnet worden. In der Mecklenburgischen Seenplatte, die inzwischen ebenfalls weniger als 50 Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen aufweist, beginnt der Wechselunterricht am Montag. Schüler der Abschlussklassen konnten ohnehin schon seit längerem zur Prüfungsvorbereitung an die Schulen kommen. Für die unteren Klassen war bei Bedarf eine Betreuung angeboten worden. Allein in Nordwestmecklenburg, wo die Sieben-Tage-Inzidenz zum Stichtag über 100 gelegen hatte, gelten die verschärften Schutzmaßnahmen ohne Präsenzunterricht für die Größeren zunächst weiter.

Freiwillige Corona-Selbsttest im Angebot

Die Rückkehr in die Schulen sei insbesondere auch für die älteren Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse enorm wichtig, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). „Denn die meisten von ihnen konnten seit den Weihnachtsferien viele Wochen nicht in die Schule gehen. Es ist höchste Zeit, dass sie wieder Präsenzunterricht erhalten können und den direkten Kontakt zu den Lehrkräften und Mitschülerinnen und Mitschülern haben.” Präsenzunterricht in der Schule und der direkte persönliche Kontakt seien durch nichts zu ersetzen.

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Die Schulöffnung werde flankiert durch zusätzliche Schutzmaßnahmen. So werde vom 17. März an allen Lehrkräften und Schülern ab Klasse 7 zunächst einmal wöchentlich ein freiwilliger Corona-Selbsttest angeboten, hieß es. Gleiches gelte vom 22. März an dann auch für Schüler und Lehrer der unteren Klassen. Mit der Verteilung der Tests werde am Wochenende begonnen. Das Technische Hilfswerk liefere sie an zentrale Schulstandorte, wo sie dann ab Montag abgeholt werden könnten. Die freiwilligen und kostenlosen Tests seien einfach anzuwenden und ohne Nebenwirkungen. Bei Anzeichen für eine Infektion gebe es klare Handlungsrichtlinien, über die die Schulen informiert würden.

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